
Vom 05.Juni 2004 bis 06. Juni 2004 besucht der Papst anlässlich des Katholischen Jugendtreffens Bern. Wir, das antipäpstliche Bündnis (APB), rufen deshalb zu einer Demonstration gegen religiösen Fundamentalismus auf.
Vom 05.Juni 2004 bis 06. Juni 2004 besucht der Papst anlässlich des Katholischen Jugendtreffens Bern. Wir, das antipäpstliche Bündnis (APB), rufen deshalb zu einer Demonstration gegen religiösen Fundamentalismus auf.
Die katholische Kirche wie auch andere religiöse Gruppierungen haben eine lange Tradition der Unterdrückung von Andersdenkenden und -handelnden und der opportunistischen Kollaboration mit den jeweiligen Machthabern. (Bestes Beispiel ist die Gründung des Vatikanstaates, welche nur durch Unterstützung des faschistischen Mussolini-Regimes zustande gekommen ist.) Wir verurteilen die patriarchalen Strukturen und die sexistischen, frauenfeindlichen und homophoben Grundzüge aller Religionen. Des weiteren können wir die gefährliche, menschenverachtende und schlussendlich todbringende Aidspolitik des Vatikanstaates nicht akzeptieren. Das APB will dem Rückgängigmachen der wissenschaftlichen Werte der Aufklärung zu Gunsten religiöser Wahnvorstellungen entgegenwirken. Die Versuche kirchlicher Institutionen, Einfluss auf Bildungswesen, Erziehung und Politik zu nehmen, zeigten, dass diese Befürchtung nicht unbegründet ist.
Deshalb rufen wir für den Samstag, 05.Juni 2004, zu einer Demonstration gegen religiösen Fundamentalismus auf:
14.00 Uhr Breitenrainplatz Bern
SELBER DENKEN!Ideen sammeln! Aktionen planen und durchführen! Den Papst zum Teufel jagen!
Antipäpstliches Bündnis:
Antifa Bern, Aufbau Bern, Autonome Frauengruppe, Homo AG, RePro und
Einzelpersonen
Katholischer Laienorden
Das Opus Dei («Werk Gottes») ist eine 1928 von Priester Jose Maria Escrivá de Balaguer in Madrid gegründete ultrakonservativ-katholische Organisation. Der weltweit 80'000 Mitglieder zählende Laienorden arbeitet mit sektenähnlichen Methoden. Zusätzlich zum Ablegen eines Gelübdes der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams verlangt die Organisation von seinen Mitgliedern masochistische Züchtigungen (Selbstgeisselung), psychische Methoden zur Unterwerfung (Selbstmarterung), Sexualitäts-feindlichkeit und vertritt einen ausgeprägten sexistischen Patriarchismus (strikte Geschlechtertrennung, «Minderwertigkeit» von Frauen). Zu deren Durchsetzung stehen ihre Mitglieder unter einer totalitären Kontrolle und werden vom sozialen Umfeld isoliert.
Infiltration von Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft
Das im Dunkeln arbeitende Netzwerk zielt darauf ab, sowohl die Kirche als auch die weltlichen Mächte zu unterwandern, um den Einfluss des traditionellen Katholizismus auf die Gesellschaft zu stärken. Dafür zog es sich gerne faschistische Regierungen zu nutze (Spanien, Italien und Lateinamerika). Schon Opus-Dei-Gründer Escrivá verharmloste die Schrecken des Nazismus und die Bedeutung des Holocaust. Dies zeigte sich deutlich im faschistischen Franco-Spanien der 1950/60er Jahre, als das Opus Dei Schlüsselstellungen in Politik und Wirtschaft einnehmen konnte – 1969 stellte es 12 von 19 Ministern der spanischen Regierung.
Damit die Besetzung wichtiger Stellen gewährleistet werden kann, setzt das Opus Dei auf ein starkes Elitebewusstsein. So überliess der fanatische Orden auch bei der Infiltration des staatlichen Bildungswesen nichts dem Zufall und begann schon früh mit dem systematischen Aufbau Opus-eigener Eliteuniversitäten, um mit deren Nachwuchs Einfluss auf die Gesellschaft nehmen zu können.
Seit den 1990er Jahren versucht das Opus Dei vermehrt in internationalen Organisationen (UNO, Unesco oder OECD) Fuss zu fassen. Zudem agiert das „Werk Gottes“ auch in Brüssel: Mitte der 90er Jahre waren Opus-Mitglieder wie der Spanier Ignacio Salafranca oder der Portugiese Perreau de Pininck in der EU-Kommission vertreten.
Der Papst als Hampelmann des Opus Dei
Das wichtigste Ziel des Opus Dei besteht in der Infiltrierung der Kirchenführung in den einzelnen Ländern und im Vatikan selbst. Dies ist ihr in den letzten 20 Jahren in zunehmender Weise gelungen, nachdem ihr Wunschkandidat – der Opus-freundliche Johannes Paul II – unter tatkräftiger Mithilfe der «heiligen Mafia», zum Papst gewählt wurde. In der Zwischenzeit hat sich das Opus Dei zu einem der einflussreichsten Fakto-ren in der katholischen Kirche entwickelt und führende Positionen im Vatikan erklommen. Als Dank für die Beihilfe zu seiner Wahl zeigte sich Johannes Paul II grosszügig: Er umgab sich nicht nur mit Ordens-mitgliedern, sondern gewährte ihm auch die Personalprälatur und ernannte zahlreiche Opus-Dei-Mitglieder zu Bischöfen. Gekrönt wurde der Aufstieg durch die Heiligsprechung von Escrivá durch Johannes Paul II im Jahre 2002.
Ableger in der Schweiz
Auch die Schweiz ist seit 1956 nicht mehr gefeit vor Ausdehnungsbestrebungen des Opus Dei. Nach eigenen Angaben verfügt der Schweizer Ableger mittlerweile über rund 250 Mitglieder.
Obwohl das Opus Dei Transparenz proklamiert, übt es sich weiter in Geheimniskrämerei und arbeitet mit Tarnorganisationen. Hinter der Fassade einer rein geistlichen Vereinigung verbirgt sich ein nebulöses Gebilde aus Gesellschaften, Banken und Stiftungen, die von anonym bleibenden Opus-Mitgliedern geleitet werden. Eine wichtige Finanzinstitution ist die 1972 in Zürich gegründete «Limmat-Stiftung». Sie wirbt zwar mit politisch und konfessioneller Unabhängigkeit, doch dahinter steckt ein getarnter Sammeltopf zur Finanzierung von Opus-Dei-Aktivitäten. 1990 waren 4 der 5 Stiftungsräte sowie der Geschäftsführer Ordensmitglieder. Auf der Mitgliederliste des Patronatkomitees fungieren auch bekannte Schweizer Köpfe, wie die Nationalräte Ueli Maurer (SVP) und Arthur Loepfle (CVP) oder der Ex-Skirennfahrer Pirmin Zurbriggen.
Als Schweizer Rekrutierungszentrum für Opus-Dei-Mitglieder setzt sich die – vom Bund und einigen Kantonen als gemeinnütziger Verein anerkannte und unterstützte – «Kulturgemeinschaft Arbor» ein. Geworben wird um Mittel für gemeinnützige und bildungsorientierte Zwecke, vorwiegend für Jugendliche. Das Angebot erstreckt sich über Unterkünfte in Studentenhäuser (in Zürich, Fribourg, Genf und Lugano), Sprachkurse und Jugendclubs.
Mit seinem Anspruch, im Besitze der Wahrheit zu sein, seinem kompromisslosen Festhalten an seinen religiösen Grundsätzen und dem Mangel an Transparenz reiht sich Opus Dei ein in die Riege der fundamentalistischen Organisationen. Setzen wir uns zur Wehr gegen solch erzkonservative und patriarchale Machtklüngel!
1 Le Monde diplomatique vom 15.9.1995.
2 Entspricht einer Diözese (Amtsgebiet eines katholischen Bischofs), jedoch ohne Bindung an ein Territorium
Trotz des vom Gemeinderat erlassenen Demonstrationsverbotes für das Wochenende vom 5. und 6. Juni, versammelten sich heute rund 300 Personen anlässlich des Papstbesuches am Breitenrainplatz, um gegen patriarchale, homophobe und reaktionäre Religionen zu demonstrieren. Dieses schon im Vorfeld umstrittene Verbot, schafft einen Präzedenzfall für die willkürliche Beschneidung der Grundrechte anlässlich international beobachteter Anlässe. Mit der Unterdrückung jeglicher Formen von Kritik will die schweizerische Regierung ihren Ruf als für „offiziellen Besuch“ sicheres Land wahren. Auf dem Breitenrainplatz wurde schon am Vormittag ein unverhältnissmässig grosses Polizeiaufgebot aufgestellt. Bereits drei Stunden vor dem Beginn der Demonstration wurden willkürlich Menschen kontrolliert und einzelne verhaftet.
Trotz des Verbotes bewegte sich der Demonstrationszug um 14.30 Richtung Scheibenstrasse. Nach kurzer Zeit wurde der Zug von der Polizei gestoppt und rund 70 TeilnehmerInnen eingekesselt. Dies obwohl die Demo bis anhin friedlich verlief und es zu keinerlei Sachbeschädigungen kam. Die eingekesselten DemoteilnehmerInnen wurden während zwei Stunden festgehalten und anschliessend kontrolliert. Sie müssen mit einer Busse rechnen.
Wir wehren uns gegen die zunehmende Repression und Kriminalisierung von institutionskritischen Personen und Gruppierungen!
Selber denken! Selber handeln! Selber bestimmen!
Wie wir heute Nachmittag durch Journalisten erfahren haben, hat der Gemeinderat der Stadt Bern anlässlich des Papstbesuches ein generelles Demonstrationsverbot für das nächste Wochenende beschlossen. Der Gemeinderat begründet diesen Entscheid mit folgenden Worten:
"In Abwägung aller Grundrechte überwiegen für den Gemeinderat am kommenden Wochenende die öffentlichen Interessen (Ordnung und Sicherheit), die Individualinteressen Dritter (....) sowie der Geschäftsbetreibenden."
Für uns, das Antipäpstliche Bündnis, steht fest, die Demonstration unter dem Motto "selber denken, selber handeln, selber bestimmen" findet wie geplant am Samstag 5. Juni um 14:00 Uhr am Breitenrainplatz statt. Widerstand gegen sexistische, frauenfeindliche, homophobe und patriarchale Religionen und "religiösen Fundamentalismus" ist durch fragwürdige Entscheide eines Gemeinderates nicht zu unterdrücken. Der Gemeinderat unterstützt mit dieser Entscheidung die Interessen einer Organisation die in vergangener und heutiger Zeit eine menschenverachtende Haltung und Politik gegenüber Andersdenkenden betreibt.
Deshalb und jetzt erst recht:
Demo gegen religiösen Fundamentalismus
selber denken
selber handeln
selber bestimmen
Samstag, 5. Juni, 14:00 Uhr
Breitenrainplatz, Bern
Antipäpstliches Bündnis
Stadt Bern erlässt Demonstrationsverbot während Papstbesuch – Gewerkschafter sagen geplante Kundgebung ab, Autonome wollen unbewilligt demonstrieren Derweil die Gewerkschaft GBI ihre Kundgebung «wegen der schwierigen Sicherheitslage» abgesagt hat, wollen Antifas und «Revolutionärer Aufbau» am Samstag «den Papst zum Teufel jagen». Nach der Polizei suchen nun kirchlich Engagier-te Kontakt mit den Autonomen.
In Bern gilt für die Dauer des Papstbesuchs am nächsten Wochenende ein generelles Demonstrationsverbot. Dies hat die Stadtregierung gestern «in Abwägung aller Grundrechte» entschieden; Ordnung und Sicherheit hätten Vorrang. Der Besuch von Johannes Paul II. stelle für Bern «eine besondere Situation» dar, die Sicherheit geniesse oberste Priorität, schreibt der Gemeinderat, der im Übrigen aber auch mit den Interessen von Passanten, Anwohnern und Geschäftsbetreibern argumentiert (siehe auch Seite 1).
«Entgegenkommen und Dank» spricht der Gemeinderat der Gewerkschaft Bau & Industrie (GBI) aus, die «wegen der schwierigen Sicherheitslage während des Papstbesuchs» auf die für Samstag geplante Maler- und Gipser-Kundgebung «vorläufig verzichtet». Die gemeinderätliche Sicherheitsdelegation – bestehend aus Polizeidirektorin Ursula Begert, ihrem Stellvertreter Alexander Tschäppät und Stadtpräsident Klaus Baumgartner – hatte die GBI «dringend gebeten», die Kundgebung zu verschieben. Worauf die GBI «Verständnis für die schwierige und komplizierte Ausgangslage der Berner Sicherheitskräfte zeigte», wie die GBI in einem Communiqué schreibt. Druck auf die Gewerkschaft wurde indes nicht ausgeübt, wie Sprecher Rolf Beyeler auf Nachfrage erklärte – vielmehr habe man sich überzeugen lassen, dass der Papstbesuch «wirklich ein Riesenproblem» sei.
Dinichert «enttäuscht» ob Antifa
Eine Demonstration ist gleichwohl angesagt: Ein linksautonomes «Antipäpstliches Bündnis» – bestehend insbesondere aus Antifa Bern («Antifaschistische Aktion»), «Revolutionärem Aufbau Bern» und «Revolutionärem Projekt» (Burgdorf) – ruft unter dem Motto «Den Papst zum Teufel jagen» zur «Demonstration gegen religiösen Fundamentalismus» auf. Um Bewilligung haben die Veranstalter gar erst nicht ersucht, worauf die Stadtpolizei aktiv den Dialog suchte, der jedoch ausgeschlagen wurde, wie Stapo-Sprecherin Franziska Frey auf Anfrage sagte. Wie der «Bund» gestern erfuhr, wollen kirchlich engagierte Kreise jetzt ihrerseits versuchen, mit den Autonomen Kontakt aufzunehmen, um doch noch einen Dialog zu erreichen. Papstbesuch-Logistikchef Olivier Dinichert wollte dies gestern auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren, kommentierte jedoch im Übrigen den Antifa-Aufruf zur Anti-Papst-Demonstration als «höchst erstaunlich und enttäuschend», denn «die Argumentation verfängt nicht» – Kritik am Papst sei eines, nicht hinnehmbar aber sei es, «den Papst auf der Linie des Faschismus anzugreifen», so Dinichert auf Anfrage.
Polizei mit starken Kräften parat
Ob das linksautonome Ad-hoc-Bündnis auch nach dem nun erlassenen Verbot den Aufruf aufrecht erhält, war gestern Abend nicht in Erfahrung zu bringen. Die Polizei ist gerüstet, wie Frey erklärte: Die Stapo wird fürs Papsttreffen durch die Kantonspolizei verstärkt, und auf Abruf bereit stehe auch ausserkantonale Verstärkung vom Nordwestschweizer Polizeikonkordat. Nicht weniger als 1000 Sicherheitsleute werden im Einsatz stehen, um die Papstanlässe zu schützen. Johannes Paul II., der als Top-Terror-Ziel gilt, wird im Viktoriaheim übernachten. Derzeit machen Gerüchte die Runde, wonach er gar nicht wirklich dort, sondern an einem geheimen Ort logiere. So berichtete eine Viktoria-Anwohnerin dem «Bund» von verdächtiger Nichtaktivität, habe sie vor Ort doch bisher keine Polizei gesehen. «Dann hat sie schlecht geschaut», sagte Stapo-Infochef Franz Märki: «Wenn man uns nicht sieht, heisst das nicht, dass wir nicht da sind.»
papstbesuch – verkehrsbeschränkungen in bern
Sonntag, 6. Juni, 5 Uhr bis 19 Uhr, Nordquartier und Neufeld, Bern: Gesperrt, mit Halteverbot belegt oder nur in einer Richtung befahrbar: Papiermühlestrasse (zwischen Wankdorf- und Guisanplatz), Mingerstrasse (Pulverweg–Guisan-platz), Bolligenstrasse (Laubeggstr.– Mingerstr.). Als Einbahnstrasse signalisiert sind im Raum Wankdorf: Pulverweg (Mingerstr.–Ostermundi-genstr.), Bolligenstrasse (Schermen-weg–Ewag resp. Kreisel Waldau– Kreisel Unt. Zollgasse), Worblaufen-strasse (Papiermühlestr.–Worblen-str.), Papiermühlestrasse (Guisan-platz–Laubeggstr.), Aargauerstal-den (Laubeggstr.–Bärengraben). Im Raum Neufeld: Studerstrasse (Auto-bahnauffahrt bis Haus Nr. 44), Neu-brückstrasse (Autobahn–Brüggbo-denstr.), Bremgartenstrasse (Neu-brückstrasse bis Höhe Gymnasium). Halteverbote: Im Raum Wankdorf sind die Parkplätze von Papiermüh-lestrasse, Muristalden, Aargauer-stalden, Tellstrasse, Winkelriedstras-se, Morgartenstrasse, Worblaufen-strasse, Wölflistrasse, Bolligenstras-se, Schermenweg für Cars reserviert. Sodann gilt dies im Neufeld für den Car-Terminal Neufeld, für Studer-, Neubrück- und Bremgartenstrasse und für die Schützenmatte. (pid/rg)
Katholischer Jugendbischof sucht vor Anti-Papst-Demonstration den Dialog Die Polizei ist abgeblitzt, jetzt sucht die Kirche Kontakt zum autonomen «Antipäpstlichen Bündnis»: Denis Theurillat, Schweizer Jugendbischof und Generalbevollmächtigter des Katholikentreffens, ist bereit zum Dialog mit den Antifas.
Die Stadtregierung hat für die zwei Tage des Papstbesuchs in Bern ein generelles Demonstrationsverbot erlassen – doch ein «Antipäpstliches Bündnis» ruft für Samstag unbewilligt zum Protest «gegen religiösen Fundamentalismus». Das Bündnis – dessen treibende Kräfte Antifa-Autonome und linksradikale Ultras vom Revolutionären Aufbau sind – will «den Papst zum Teufel jagen». Nachdem die Polizei erfolglos versucht hatte, Kontakt mit den Veranstaltern aufzunehmen, nahmen sich kirchlich Engagierte der Sache an (vgl. «Bund» gestern).
Gestern nun schalteten sich Kirchenoffizielle ein: Der Logistikchef des 1. Nationalen Katholischen Jugendtreffens, Olivier Dinichert, bat per e-Mail die anonym agierenden Veranstalter, in einen Dialog zu treten – und der Generalbevollmächtigte des Jugendtreffens und für Jugendfragen zuständige Bischof der Schweiz, Denis Theurillat, erklärte persönlich seine Bereitschaft, gute Dienste zu leisten. «Der Jugendbischof ist grundsätzlich bereit, mit den Organisatoren in Dialog zu treten», erklärte der Vize-Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz, Marc Aellen, auf Anfrage. Ob die Antipäpstlichen am Dialog interessiert sind, ist eine andere Frage. Gestern Abend bekräftigten sie den Willen zur Demonstration. Auch die Polizei stellt sich auf ein unbewilligtes Auftreten am Samstag ein. Allerdings wird in der Szene nicht erkennbar breit mobilisiert, zudem ist der Demonstrationsaufruf, wie aus Internet-Foren hervorgeht, unter Autonomen selber durchaus nicht unumstritten – so dass womöglich eher dezentrale Störaktionen zu erwarten sind als ein grosser geschlossener Marsch.
Interpellation von Stadtrat Jenni
Unterstützung erhielt das «Antipäpstliche Bündnis» gestern indes von parlamentarischen Linksgrünen: Die Grüne Partei Bern von Stadtrat Daniele Jenni ruft trotz des Demonstrationsverbots dazu auf, «am Samstag deutlich zu machen, dass man sich wehrt»: «Jetzt gilt es, nicht nur gegen den Papst, sondern auch für die Grundrechte und gegen deren Abbau aufzutreten!» Gestern Abend reichte Jenni im Stadtrat eine Interpellation gegen das generelle Demonstrationsverbot ein. Er befürchtet einen Präzedenzfall und betont, Grundrechte seien mehr wert als die Interessen einer Polizei, «die sich vor lauter Aufwand selbst überfordert». Auch die linksgrüne Junge Alternative (JA) kritisierte in einem Communiqué zum Papstbesuch die Sicherheitsmassnahmen als «übertrieben» und «unverhältnismässig».
Christkatholischer Gruss
Als 1871 die Unfehlbarkeit des Papstes verkündet wurde, kam es zur Teilung: Eine Minderheit der Katholiken akzeptierte das Dogma nicht, sammelte sich in einer neuen Christkatholischen – auch Altkatholisch genannten – Kirche. Im Jahr 2000 wurde in Solothurn eine Frau zur ersten christkatholischen Priesterin geweiht.
Vom Berner Viktoriaheim aus sieht der Papst in der gegenüberliegenden Altstadt die christkatholische Kirche St. Peter und Paul. Darum entstand die Idee, ein Transparent mit einer Botschaft an den Turm zu hängen, doch man kam wieder davon ab. Johannes Paul II. wird dafür auf dem Nachttischchen ein druckfrisches Exemplar des neuen christkatholischen Gebets- und Gesangbuchs vorfinden. Der Papst werde feststellen, wie viele Gemeinsamkeiten es in der Liturgie der beiden katholischen Kirchen gebe, schreibt Urs von Arx, christkatholischer Theologieprofessor an der Uni Bern im neuesten «Pfarrblatt». (mdü)
Unsere Kritik an den Religionen, sei es nun Christentum, Hinduismus oder Islam etc., hat ganz praktische Gründe. Im Kampf zum Sturz der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und im Aufbau einer neuen kommunistischen Gesellschaft, kommt dem Kampf gegen den religiösen Aberglauben gerade heute eine wichtige Funktion zu. Die Mobilisierung gegen den Papstbesuch sehen wir in diesem politischen Kontext. Krieg, Verelendung und Unterdrückung gehören zur Natur des kapitalistischen Systems. Diese Barbarei ist scheinbar nur mittels Glaube an allerlei Götter, Teufel und Wunder auszuhalten. Die herrschenden Klassen bedürfen zur Stabilisierung ihrer Macht der Repression und der Funktion der Pfaffen. Denn Religion lehrt zweierlei: Demut und Geduld für das irdische Leben. Die Menschen sollen die Leiden der ungerechten ökonomischen Verhältnisse im Hinblick auf ein anderes Leben nach dem Tod brav und geduldig ertragen. In ihrer gesamten Geschichte hat die Menschheit ungefähr 100 000 Religionen hervorgebracht, jede mit dem Ziel, die Welt als eine reduzierte und somit besser fassbare Realität darzustellen. Wer sein ganzes Sein und Leben zu einer Vorstufe des Himmels macht, hat wenig Interesse daran, die irdischen Verhältnisse zu ändern.
Als zu Beginn des vierten Jahrhunderts das Christentum zur Staatsreligion des römischen Reichs erklärt wurde, galt alles als von Gott gegebenes Recht, was den herrschenden Klasseninteressen entsprach. „Morden ist nicht erlaubt, in Kriegen jedoch ist es gesetzlich und lobenswert, Gegner zu töten“, schrieb der römische Kirchenvater Anastasius. Ein Denkansatz, der nicht nur lebendig geblieben ist, sondern momentan geradezu Hochkonjunktur hat. Die lange Blutspur der Geschichte des ‚christlichen Abendlandes’ ist 2003 im Irak angekommen. Ob Kreuzzüge oder Inquisition, die Bekehrung der ‚Heiden’ in Afrika, Judenverfolgung oder die Eroberung des amerikanischen Kontinents, die Hexenverfolgung durch das christliche Patriachat mit Millionen von toten Frauen, das Gemetzel 1914-1918 um Absatzmärkte und Profite, immer war es Gottes Wille der die Hand der Mörder führte.
Im 2. imperialistischen Krieg 1939 – 45 ging es einmal mehr um die Rettung des Vaterlandes und vor allem gegen das ‚Chaos des Bolschewismus’. Den Überfall der Nazis auf die Sowjetunion verfolgten die Pfaffen ‚mit Genugtuung’, ’die Macht des Bolschewismus, vor dem wir deutschen Bischöfe in zahlreichen Hirtenbriefen die Katholiken Deutschlands gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen haben’, sollte gebrochen werden. Die letzten zwei Jahrzehnte sind durch den Aufstieg des politischen Islam in Asien und Afrika charakterisiert. Ziel sind Gottesstaaten, in denen die sogenannten Gesetze Gottes das reale Leben der Menschen von A-Z bestimmen. Mittelalterliche Sitten und der Glaube sollen die politische Macht von feudalen bzw. halbfeudalen Herrschern und einer Schicht von Klerikern ideologisch absichern.
Die reaktionäre Entwicklung in Ländern wie Iran, Pakistan oder Afghanistan betrifft vor allem die Frauen und Kinder. Eine der schlimmsten Rückschläge ist die Religionserziehung, durch die systematisch verhindert wird, dass Kinder lernen und wissenschaftlich gefördert werden. Kreativität wird abgetötet, Neugier und das Interesse zu lernen, durch eine religiöse Hirnwäsche ersetzt. Den Kindern wird gelehrt, dass Frauen minderwertiger und Eigentum der Männer sind. Frauen seien potentiell die Quelle des Verdorbenen an und für sich, daher muss ihnen der Hijab (Schleier) aufgezwungen werden. Auch der Islams ist historisch mit der Entwicklung der Klassengesellschaften und der damit verknüpften Etablierung patriarchaler Ideologie und Strukturen verbunden. Die christlichen Fundamentalisten sind insbesondere in den USA auf dem Vormarsch. Reaktionärer Aberglaube ist den Kapitalisten immer dann am dienlichsten, wenn ihre Interessen Richtung offener imperialistischer Raubzug tendieren. Das Christentum kann bei den frauenverachtenden Herrschaftsmethoden bestens mithalten: Immer versucht die katholische Kirche mittels reaktionärer Kampagnen gegen Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsabbruch und Ehescheidungen auf dem Buckel der Frauen die sozialen Verhältnisse in der Klassengesellschaft unter Kontrolle zu halten.
Da die Kirche hier, die Moschee dort die bestehende Gesellschaftsordnung, Macht, Reichtum und Privilegien von den Herrschenden stützt und die Volksmassen zu unterdrücken mithilft, soll in einer kommunistischen Gesellschaft die Staatsmacht in keiner Weise mit den Religionen verbunden sein. Alle Privilegien der Kirche, wie Kirchensteuer, Religionsunterricht in den Schulen etc. sollen abgeschafft werden. Eine allfällige religiöse Überzeugung soll eine rein persönliche Sache werden. Die umfassende Befreiung des Menschen ist nur von einem atheistischen Standpunkt aus möglich, welche den Menschen für das höchste Wesen sieht und jeden Schöpfungsschwachsinn anstelle der Evolutionstheorie ablehnt. Es existiert weder ein transzendentes Wesen noch eine transzendente Welt. Der Mensch und die Natur existieren nur in Raum und Zeit, während die verschiedenen Götter mythologische Wesen sind, die durch die Einbildungskraft der unwissenden und unterdrückten Masse der Menschen und natürlich durch die religiöse Propaganda der Herrschenden bis heute überlebt haben.
Kein Gott, kein Papst, kein Vaterland!
Für den Kommunismus!
Die «Erfolgsstory» christlicher Mission entspringt dem 19. Jahrhundert. Auf der Welle der Kolonialisierung ritten die Missionare – und später auch Innen – in alle Winkel der Welt, um ihre «frohe Botschaft» zu verkünden. Die Liaison mit dem Kolonialismus lässt aber schon vermuten, dass diese «frohe Botschaft» mit viel Leid für die Bevölkerung der betroffenen Regionen verbunden war. Überall wo die, von Eroberungshunger getriebenen europäischen Grossmächte Fuss fassten, standen auch schon die MissionarInnen in den Startlöchern. Sie gründeten Schulen, Gesundheitsstationen sowie christliche Dörfer und schufen damit eine Kontroll- und Machtbasis für die koloniale Besatzung. Die Missionsstationen waren ideale Operationsbasen zur nachhaltigen Beeinflussung der zu missionierenden Bevölkerung. Diese sollte mehr als nur religiös bekehrt werden. Ziel war eine «Zivilisierung der Wilden» und damit eng verbunden das Aufdrängen einer «europäischen» Kultur.
Missionspraktiken am Beispiel Afrika:
Zucker und Peitsche
Die ersten «Erfolge» in Ostafrika erzielten MissionarInnen durch den Kauf von Sklaven – vorwiegend Kinder. Diese bildeten den primären Kern der Missionsschulen. Mit Erkennungsmarken versehen blieben sie keineswegs freiwillig, sondern hatten in den Missionsstationen auch nach dem Freikauf körperlich zur Verfügung zu stehen. Viele Missionsgesellschaften verfügten über ausgedehnte Pflanzungen, die bewirtschaftet werden mussten. Die «freien» Sklaven wurden mithilfe von Belohung und Strafe als Arbeitkräfte willig gemacht, was auch körperliche Züchtigung und physische Repression nicht ausschloss.
(Heraus) Bildung zu ChristInnen
In der Verbreitung der christlichen Botschaft spielten zwei Grundhaltungen eine zentrale Rolle: Es schien selbstverständlich, dass man VertreterIn einer «höherwertigen» Kultur war und die einzig wahre Religion in die Welt hinaustrug. Bildungsunterricht diente als Kernstück der Missionierung. Christliche Bildung war Instrument zur Evangelisierung und Entfremdung der Betroffenen von ihrer traditionellen Lebensweise. Ihre Hauptfunktion blieb die Herausbildung treuer Gläubiger. Viele MissionarInnen vertraten die Auffassung, dass intellektuelle Fähigkeiten zusätzlich zu religiöser Bildung die Arbeitmoral der Einheimischen verderbe. Weiterführende Bildungsbestrebungen sollten erst nach gelungener Disziplinierung in Angriff genommen werden. Vorerst sollte vor allem die «afrikanische Faulheit» gebrochen werden. Gemeint war damit die traditionell vorherrschende Agrarproduktion, die nicht auf Güterakkumulation beruhte. Diese Arbeits- und Produktionsmoral vertrug sich äusserst schlecht mit dem kapitalistischen Geist der europäischen KolonialistInnen.
Rassismus schüren
In einigen afrikanischen Regionen wurden nur bestimmte ethnische Gruppen ins Bildungssystem eingebunden um so die Kolonie verwaltungstechnisch und ökonomisch zu sichern. Tragisches Beispiel ist der Fall Ruanda. Hier wurden ab 1926 fast alle Priesterkandidaten aus der Gruppe der Tutsi rekrutiert, durch die Kolonialregierung zur einheimischen Elite erkoren und verwaltungstechnisch ausgenutzt. Diese einseitige Begünstigung einer Minderheit schürte den Hass zwischen den beiden ethnischen Gruppen (Hutus und Tutsis) der sich u.a. 1994 in einem blutigen Massaker entlud. Auch die katholische Kirche hat Mitschuld an diesen Ereignissen.
Mission heute
Diese historischen Beispiele veranschaulichen die tragischen Konsequenzen christlicher Missionsbestrebungen. Mensch darf aber nicht vergessen, dass Mission auch heute noch integraler Bestandteil der römisch-katholischen Kirche aber auch anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften ist. Mit viel Arroganz und Ignoranz gegenüber anderen Glaubenspraktiken und Kulturen schwärmen MissionarInnen in alle Erdteile aus. Mit Vorliebe natürlich dorthin wo Armut herrscht und man sich Glauben mit Nahrung und medizinischer Versorgung «erkaufen“ kann. Missionsaktivitäten mit Entwicklungshilfe zu koppeln ist heute ein anerkanntes und effizientes Mittel zur Bekehrung «Ungläubiger». Die missionarischen Methoden haben sich verändert, das Ziel ist dasselbe geblieben.
Am 31.07.2003 veröffentlichte Kardinal Joseph Ratzinger, der seineszeichen Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (Nebenbei angemerkt ist die „Kongregation für die Glaubenslehre“ die Nachfolge-Organisation der Inquisition.) ist, ein vom Papst in Auftrag gegebenes Papier. In diesem Papier steht unter anderem folgendes:
Wer einer rechtlichen Anerkennung der Homo-Ehe zustimme, begehe „eine schwerwiegende unsittliche Handlung“. Wo es solche Gesetze schon gibt, gehe es um Schadensbegrenzung. Adoptierten Homosexuelle Paare Kinder, würde dies „faktisch eine Vergewaltigung der Kinder“ bedeuten. Homosexuelle Praktiken „gehören zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstossen“. Obwohl homosexuelle Beziehungen in der Bibel als „schwere Verirrungen“ verurteilt würden, müsse man Männern und Frauen mit derartigen Tendenzen „mit Achtung, Mitleid und Takt“ begegnen.
Mit diesem Papier versucht die katholische Kirche einmal mehr Druck auf die Politik, die PolitikerInnen und die Parteien zu machen. Es darf nicht sein dass ein solch antiquierter Männer-Verein mit seiner Blindfolgenden Anhängerschaft (männlich, wie auch weiblich), immer wieder versucht mit veralteten Dogmen, Druck auf eine offene und zukunftsorientierte (politische) Gesellschaft auszuüben. Wer Worte wie Vergewaltigung, Verirrungen, Sünde, Unsittliche Handlungen, und Unzulänglichkeit in einen Kontext mit Homosexualität stellt, hat weder Achtung, „Mitleid“ noch Takt. Solche Schreiben sind ein Versuch eine zeitgemässe Auseinandersetzung über Ethik und Moral zu unterdrücken, um Jahrzehnte zurückzuwerfen oder sogar zu verhindern.
Wir verlangen von der katholischen Kirche einen sofortigen Stopp der Hetzjagd in der Politik auf Homosexuelle wie auch die Einmischung in lebensgemeinschaftliche Anliegen des mündigen Bürgers und seiner autonomen Rechte. Lebenspartnerschaftsgesetze als moralischen Verfall und Schaden für das Gemeinwohl zu geißeln, ist absurd. Der Vatikan bleibt jeden Nachweis schuldig, dass sich Lebenspartnerschaftsgesetze nachteilig auf die Gesellschaft auswirken könnten.. Ratzingers neuer fundamentalistischer Ausbruch ist gleichzeitig auch ein Ausdruck von Schwäche. Der Vatikan fühlt sich offenbar hilflos, weil die Menschen weltweit seinen Dogmen zur Sexualmoral nicht mehr folgen, sondern selbst entscheiden, wie sie Familie, Partnerschaft und ihre Sexualität verantwortlich gestalten. Weil der Vatikan mit dieser Realität nicht zurecht kommt, greift er nun die homosexuelle Lebensgemeinschaft an, und versucht Vorurteile gegen eine Minderheit zu schüren. Immer mehr Menschen erkennen: Die Familie wird nicht dadurch geschützt, dass man Homosexuelle diskriminiert oder ihren Partnerschaften die rechtliche Anerkennung verweigert. Im Gegenteil, eine gute Sozialpolitik stützt alle Menschen, die bereit sind, füreinander Verantwortung zu übernehmen.
Haltet Euch raus aus fremden Betten ! Ihr habt dort nichts zu suchen. Denn wer wen liebt und sich darin einigt, denen hat sich niemand einzumischen.
„Ihr seid das Tor zur Hölle“ verkündete Augustinus und befand sich damit in der langen frauenfeindlichen Tradition der christlichen Religion. Doch die offenkundige Frauenunterdrückung in der Theologie ist weder auf die Vergangenheit noch auf das Christentum alleine zu beschränken. Denn mit der Annahme, dass alle Religionen in der jeweils spezifischen patriarchalen Gesellschaftsstruktur wurzeln, ist eben diese Tradition eine logische Konsequenz und zieht sich durch alle Bereiche durch; Theologien an und für sich also, unter den Voraussetzungen des Patriarchats entstanden, sind Produkte von Männer und dienen den Interessen einer sexistischen Gesellschaft.
Das Rollenbild der Frau in der römisch-katholischen Kirche
So decken sich auch die Geschlechtsstereotypen der Religion mit den traditionellen Geschlechtsstereotypen des Patriarchats, welche sich- mit den Argumenten des Biologismus legitimisierend- in einer künstlichen Polarisierung menschlicher Eigenschaften manifestieren. In einer Ansprache vom 16.1.2004 welche sich an die Mitglieder der italienischen Frauenvereinigung „Centro Italiano Femminile“ richtete, unterstrich Papst Johannes Paul II. nochmals die Rolle der Frau mit den folgenden Worten: „Das biblische Paradigma der Frau, die vom Schöpfer dem Mann zur Seite gestellt wurde als Hilfe, die ihm entspricht, offenbart auch den wahren Sinn ihrer Berufung, ihre moralische und geistige Kraft entspringt der Gewissheit, dass Gott ihr in einer besonderen Weise den Menschen anvertraut“. Dies zeigt, dass die katholische Kirche nicht nur versucht, die Frau auf ein bestimmtes Rollenbild, welches von Emotionalität, Selbstaufgabe etc. geprägt ist, zu reduzieren, weiter wird ihr auch das Mensch-Sein aberkannt; sie ist das Andere- wird dem Mann untergeordnet.
Diese festgelegte Stellung der Frau ist es dann auch, welche sich in allen Themenbereichen widerspiegelt: Geburtenkontrolle, Scheidung, die Unterordnung der Frau in der Ehe und im Konvent und der Ausschluss der Frauen von geistlichen Ämtern. Zwar gibt es in der römisch-katholischen Kirche Frauenbewegungen welche sich zu emanzipieren versuchen; dies ist ihnen aber erstens nur in einem beschränkten Rahmen möglich, zweitens wird von der katholischen Kirche aus versucht, solche Bewegungen zu vereinnahmen, und/oder die Emanzipation der Frau als das bestmögliche Erfüllen ihrer weiblichen Rolle zu deuten und in diese Richtung zu lenken.
Die Abtreibung als konkretes Beispiel
„Die Abtreibung ist das Erste, das den Frieden gefährdet“ verkündete der Papst kürzlich bei einer Audienz für die italienische Lebensschutzbewegung „movimiento per la vita“. Sie weise “unter allen Verbrechen die der Mensch gegen das Leben begehen kann Merkmale auf, die sie besonders schwerwiegend und verwerflich machen“. Mit der Begründung, die menschliche Seele existiere ab dem Moment der Befruchtung ist die moralische Basis für die Denunzierung der Verhütenden/Abtreibenden als KindsmörderInnen gegeben. Die Aneignung des Begriffs „Leben“ im bejahenden Sinne, dient den abtreibungsgegnerischen Organisationen, Glaubensgruppen etc. dazu, AbtreibungsbefürworterInnen als „Kultur des Todes“ bezeichnen zu können. Bezeichnungen wie „babycaust“ züchten einen irrationalen Hass gegen sogenannte Mörderinnen des „unschuldigsten Wesens überhaupt“. Zugleich appelliert der Papst an die Frauen ihre Verbindung zum Leben zu verteidigen ohne den Männlichkeitsvorbildern „nachzujagen“ und den echten weiblichen Geist zu erkennen, was folglich Frauen die traditionell von Männern belegten Werte wie Selbstbestimmung und Autonomie abspricht.
Eigenständige Entscheidungen werden der Frau verweigert indem sie ihren Körper in den Dienst der Gesellschaft zu stellen hat. Der Respekt vor der körperlichen Integrität, wobei die Selbstbestimmung über die eigene Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle spielt, ist für die Gleichheit der Geschlechter unabdingbar. Werden die Interessen des ungeborenen Kindes über die Interessen der Mutter gestellt, verliert diese darüber hinaus auch noch das Recht auf die selbstständige Gestaltung ihres Lebens.
sind hier anzuschauen: http://ch.indymedia.org/de/2004/06/23630.shtml
Sehr geehrte Damen und Herren,
was sonst überall auf der Welt möglich war, gilt in Bern nicht. Mit einem Demonstrationsverbot wollte der Gemeinderat abweichende Meinungen zum Papstbesuch zum vorneherein unterdrücken. Dieser politisch dumme und für die Stadtfinanzen nicht gerade billige Entscheid blieb nicht ohne Folgen: Die Demonstration gegen den Besuch des demokratisch nicht legitimierten, eine autoritäre, hierarchische, reaktionäre, patriarchale und homophobe Richtung der Katholischen Kirche vertretenden Johannes Paul II wurde eingekesselt, Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit nichtigsten Vorwänden stundenlang gefesselt festgehalten.
Der mehrheitlich sich rot-grün nennende Gemeinderat hat damit wieder einmal gezeigt, wie egal ihm Grundrechte sind, wenn er meint, Imagepflege betreiben und sich dazu vor absolutistischen Potentaten verneigen zu müssen, und wie sehr er jede vermeintliche Gelegenheit nützt, das Demonstrationsrecht auszuhöhlen.
Gebracht hat es ihm nichts: Die friedliche Demonstration hat ihre Anliegen trotzdem bekunden können, und zwar sowohl jene gegen den Papst wie jenes für die Geltung der Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit. Im Ausland entstand gar der Eindruck, das Zusammenleben der Religionen sei in der Schweiz derart prekär, dass es keine Kundgebungen vertrage. Anders konnten sich viele Medien den unverständlichen Eingriff der Polizei nicht erklären. Welcher Reinfall für die gemeinderätlichen Imagepfleger, die sonst auch ein Zentrum Westside Brünnen als Rettung aus der angeblichen Verprovinzialisierung preisen!
Verachtung von Grundrechten und politisch bornierte Beschlüsse zahlen sich eben nicht aus. Dennoch: Friedliche Demonstratinnen und Demonstranten wurde wieder einmal polizeilich behindert, schikaniert, kontrolliert, fichiert und festgenommen. Das darf nicht einfach so stehenbleiben. Die Grüne Partei Bern GPB beantragt darum für die Stadtratssitzung vom kommenden Donnerstag um 17.00 Uhr eine aktuelle Diskussion zum Demonstrationsverbot und zur gemeinderätlich/polizeilichen Intervention.
Mit freundlichen Grüssen
Grüne Partei Bern GPB
Bern. AP/BaZ. Bei einer unbewilligten Anti-Papst-Kundgebung hat es am Samstag in Bern einzelne Festnahmen gegeben. Gegen 300 Jugendliche aus der linksalternativen Szene hatten sich am Breitenrainplatz zwischen Stadtzentrum und Allmend eingefunden. Sie stiessen dort aber auf ein massives Polizeiaufgebot. Zusammenstösse gab es vorerst nicht. Die dunkel gekleideten Demonstranten hatten sich am Samstagnachmittag zunächst auf der Traminsel am Breitenrainplatz versammelt, der jedoch von starken Polizeikräften streng bewacht wurde. Es gab zahlreiche Personenkontrollen und -durchsuchungen. Mindestens zwei Personen wurden festgenommen.
Später versuchten Jugendliche, in Seitenstrassen auszubrechen, wurden aber von Polizeigrenadieren zurückgetrieben. Vorerst setzte die Polizei weder Tränengas noch Gummischrot ein. Die Demonstranten, die Parolen wie «Kein Gott, kein Papst, kein Patriarchat» riefen, verlagerten sich dann rund 200 Meter in nördlicher Richtung vom Breitenrainplatz, wo sie von der Polizei beim Festzelt eines Quartierfests aufgehalten wurden. Gegen 16.00 Uhr forderte die Polizei die Demonstranten auf, sich in einer Seitenstrasse kontrollieren zu lassen und sich anschliessend zu zerstreuen.
Zur Anti-Papst-Demonstration aufgerufen hatte ein von linksalternativen Kreisen gebildetes «Antipäpstliches Bündnis», das gegen religiösen Fundamentalismus protestieren und patriarchalische Strukturen sowie sexistische, frauenfeindliche und homophobe Grundzüge aller Religionen sowie die Aids-Politik des Vatikans anprangern wollte. Die Berner Stadtregierung hatte aus Anlass des dritten Besuchs von Papst Johannes Paul II. am vergangenen Mittwoch für das ganze Wochenende ein generelles Demonstrationsverbot verhängt. Die Gewerkschaft GBI verzichtete, wie berichtet, angesichts der Sicherheitslage auf eine für Samstag geplante Maler- und Gipser-Kundgebung für das Pensionsalter 62.
Mehrere Linksalternative mischten sich auch unter die Jugendlichen, die in einem Sternmarsch zum Berner Allmendstadion wanderten, und verteilten Papst-kritische Flugblätter. Dort sollten am Abend das erste Nationale Katholische Jugendtreffen mit rund 12.000 Teilnehmenden und einer Begegnung mit dem Papst stattfinden.
Trotz des Demoverbots haben sich am Samstag einige Dutzend Papstgegner auf dem Breitenrainplatz versammelt. Sie vermischen sich mit Leuten, die aufs Tram wollen. Viele Journalisten sind da. Eine Fernsehreporterin aus Polen sucht verzweifelt jemanden, der ihr erklärt, «was er gegen den Papst hat». Daneben streiten sich Jugendliche. «Ihr stinkt!», werfen zwei schwarz gekleidete Papstanhänger den ebenfalls schwarz angezogenen Demonstranten an den Kopf. Diese kontern: «Er hat den Nazis geholfen.» Die Polizei ist massiv aufmarschiert: Fahrzeuge voller Grenadiere, Geländewagen mit Absperrgittern. Polizisten halten Gummischrotgewehre im Anschlag. Die Polizei kontrolliert Teilnehmer.
Beat Schori, SVP-Gemeinderatskandidat, beobachtet die Szene. Er kann mit dem Papst so wenig anfangen wie mit der Demonstration. Er ist wegen des «Plätzlifests» des Leists Bern Nord hier. Eingangs Scheibenstrasse steht das Festzelt, die Polizei hat die Demo hierher abgedrängt. «Ich bin der Anton aus Tirol», dröhnt DJ Ötzi. SVP-Parteipräsident Hans-Ulrich Gränicher sitzt neben Stadträtin Margrit Thomet: «Ich kann mit dem Papst nicht viel anfangen, da gefällt mir das Fest hier besser.» Eine Bank weiter hocken ein paar Autonome, sie grinsen breit und trinken Bier. Durch einen Spalt sieht man Grenadieruniformen.
Vor dem Zelt steht Stadträtin Barbara Mühlheim (SP), sie findet die Situation einmalig: «Schön, dass so viele Kulturen aufeinander treffen.» Es wimmelt von Autonomen, Quartierbewohnerinnen und Grenadieren. Aufgeregt versucht ein Journalist, herauszufinden, wo denn nun die Krawalle stattfinden. «Bei uns in Deutschland wäre das anders abgegangen», sagt er. Hier dagegen herrscht Ruhe.
Die Polizei hat die Hälfte der Demonstranten eingekesselt. Demonstranten spielen mit aufgeblasenen Parisern, viele sitzen am Boden. Papstwitze machen die Runde, auch bei Bürgerlichen. Um vier räumt die Polizei die Demo. Einer Personenkontrolle unterzogen werden all jene, die eingekesselt sind. In der Nacht schmieren Vermummte Parolen gegen den Papstbesuch und das Demoverbot auf die Fassade des Amthauses an der Hodlerstrasse. Sie werfen Fenster ein und demolieren ein Auto. Am Sonntag ist es wieder ruhig.
Tegernsee: Irritationen um Pfarrbrief - Klärendes Gespräch mit Bischof
VON GABI BEILHACK UND JENS HENDRYK DÄSSLER
Tegernsee/München - Die Sorge um die Zukunft der Kirche hat den Pfarrer von Tegernsee (Kreis Miesbach) zu einem ungewöhnlichen Mittel greifen lassen: Rupert Rigam hat in einem Pfarrbrief in deutlichen Worten die kirchliche Amtsführung insbesondere des Papstes kritisiert. So forderte der 64-Jährige eine Amtszeitbegrenzung für Päpste sowie das Priesteramt für Frauen und verheiratete Männer. Während das Ordinariat Rigam zu einem klärenden Gespräch gebeten hatte, stellte sich der Pfarrgemeinderat hinter den Pfarrer.
Die deutlichen Worte des katholischen Pfarrers sind jetzt auch vom Evangelischen Gemeindebrief in Tegernsee im Rahmen eines ökumenischen Beitrags abgedruckt worden. Im Münchner Ordinariat allerdings hatten Rigams Zeilen zunächst für Aufregung gesorgt. Wie Adelheid Utters-Adam, Sprecherin des erzbischöflichen Ordinariats, einräumte, habe es ein klärendes Gespräch zwischen dem Pfarrer und Weihbischof Franz Dietl gegeben, "in dem Irritationen ausgeräumt werden konnten". Außerdem habe Rigam in einem Brief dem Münchner Kardinal Friedrich Wetter ausdrücklich versichert, dass er weder Bischöfe und Kardinal noch den Papst habe beleidigen wollen. "Damit ist die Sache für uns erledigt", so die überraschende Reaktion im Ordinariat.
Auch die bevorstehende Feier zur Wiedereröffnung der Tegernseer Pfarrkirche, die am 20. Juni nach sechseinhalbjähriger Renovierung wieder ihrer Bestimmung übergeben wird, soll von dem Wirbel um den Pfarrbrief nicht überschattet werden. Rigam und Kardinal Wetter werden laut Utters-Adam Seite an Seite den Festgottesdienst zelebrieren.
Der Pfarrgemeinderat stellte sich auch deutlich hinter den Pfarrer. Die Gremiums-Vorsitzende Mariele Eder erklärte, dass Rigams Zeilen bislang kein Thema in der Pfarrgemeinde gewesen seien: "Es hat kein Aufbäumen oder Ähnliches gegeben." Die Pfarrgemeinde habe niemals Schwierigkeiten mit dem langjährigen Pfarrer gehabt: "Er ist ein wirklicher Seelsorger."
Der zuständige Dekan Walter Waldschütz bezweifelte allerdings, dass Rigam den richtigen Weg zum Anstoß für die Diskussion gewählt habe. Der Pfarrbrief sei dafür nicht geeignet. Die inhaltlichen Anregungen und Kritikpunkte nannte der Geistliche aber "durchaus eine Überlegung wert". Als eine "große Amtsverletzung" könne man Rigams Äußerungen wohl nicht werten. Dass die Angelegenheit im Ordinariat offenbar schon zu den Akten gelegt wurde, freut den Dekan: Damit habe sie keine Auswirkungen auf die Feierlichkeiten in Tegernsee.
Rund 150 Personen haben am Nachmittag im Berner Breitenrainquartier gegen den Papstbesuch demonstriert. Dies obwohl der Berner Gemeinderat ein Demonstrationsverbot für das Wochenende erlassen hatte.
Die Kundgebung verlief während der ersten halben Stunde friedlich. Einige der weitgehend jungen Teilnehmer verteilten Kondome an die Bevölkerung, Transparente oder Aufrufe über Megaphone gab es keine. Die Veranstalter sprachen von rund 300 Teilnehmern. Die Polizei war rund um den Breitenrainplatz präsent, hielt sich abgesehen von zahlreichen Personenkontrollen aber zurück. Danach versuchten jedoch einige der Demonstranten, sich in einen der vier Sternmärsche einzuschleusen. Die Atmosphäre wurde zusehends angespannter.
Mit einem massiven Aufgebot kesselte die Polizei die Demonstranten daraufhin ein, um sie am Weiterziehen zu hindern. Die Beamten waren mit Plexiglasschilden und Tränengaswerfern ausgerüstet. Später fuhren zusätzlich Polizeifahrzeuge mit Gitterabsperrungen auf, was von den Demonstranten mit Buhrufen und Pfiffen quittiert wurde.
Schliesslich liess die Polizei die eingekesselten Personen abziehen. Nach Angaben der Berner Stadtpolizei wurden rund 65 Demonstranten einer Personenkontrolle unterzogen. Die Veranstalter ihrerseits kritisierten in einem Communiqué vom Samstag das «unverhältnismässige Polizeiaufgebot».
Zur Kundgebung aufgerufen hatte ein antipäpstliches Bündnis gegen religiösen Fanatismus. Ihm gehört unter anderem die Antifa Bern an, die bereits mehrfach mit unbewilligten Demonstrationen in Erscheinung getreten ist. Das «antipäpstliche Bündnis» wirft der katholischen Kirche eine lange Tradition der Unterdrückung Andersdenkender vor.
Der Stadtberner Gemeinderat hatte vor einigen Tagen ein Demonstrationsverbot für das Wochenende erlassen. Der Papstbesuch stelle für die Stadt Bern bezüglich Grösse des Anlasses eine besondere Situation dar, begründete der Gemeinderat. Das öffentliche Interesse an Ordnung und Sicherheit habe deshalb gegenüber Individualinteressen den Vorrang.
Kritisch zum Papstbesuch und zum Demonstrationsverbot äusserten sich auch verschiedene Parteien und Gruppierungen wie etwa die JungsozialistInnen oder die Junge Alternative. Das Grüne Bündnis (GB) hofft laut einer Mitteilung, dass der Gemeinderat mit dem Demonstrationsverbot nicht «Sturm ernten» werde. Das Verbot schränke das Kundgebungsrecht drastisch ein. (wim/mu/sda)
(sda) Rund 100 Personen haben am Samstagnachmittag im Berner Breitenrainquartier gegen den Papstbesuch demonstriert. Dies obwohl der Berner Gemeinderat ein Demonstrationsverbot für das Wochenende erlassen hatte.
Die Kundgebung verlief während der ersten halben Stunde friedlich. Einige der weitgehend jungen Teilnehmer verteilten Kondome an die Bevölkerung, Transparente oder Aufrufe über Megaphone gab es keine.
Die Polizei war rund um den Breitenrainplatz präsent, hielt sich abgesehen von zahlreichen Personenkontrollen aber zurück. Danach versuchten jedoch einige der Demonstranten, sich in einen der vier Sternmärsche einzuschleusen. Die Atmosphäre wurde zusehends angespannter.
Demonstranten eingekesselt
Mit einem massiven Aufgebot kesselte die Polizei die Demonstranten daraufhin ein, um sie am Weiterziehen zu hindern. Die Beamten waren mit Plexiglasschilden und Tränengaswerfern ausgerüstet. Später fuhren zusätzlich Polizeifahrzeuge mit Gitterabsperrungen auf, was von den Demonstranten mit Buhrufen und Pfiffen quittiert wurde. Schliesslich liess die Polizei die eingekesselten Personen abziehen, nachdem diese eingehend kontrolliert worden waren.
Zur Kundgebung aufgerufen hatte ein antipäpstliches Bündnis gegen religiösen Fanatismus. Das «antipäpstliche Bündnis» wirft der katholischen Kirche eine lange Tradition der Unterdrückung Andersdenkender vor.
Am kommenden Wochenende ist in Bern das Demonstrieren verboten. Die Stadt verwandelt sich für den Papstbesuch zur Festung.
ap.- Die Vorbereitungen für den dritten Besuch von Papst Johannes Paul II. in der Schweiz laufen auf Hochtouren. Die Sicherheitsmassnahmen für den höchsten römisch-katholischen Würdenträger sind enorm. Weit mehr als 1000 Personen wurden aufgeboten: Scharfschützen, Anti-Terror Einheiten, Verkehrsbeamte, Sanitäter. Der Luftraum über Bern wird für nicht angemeldete Flugzeuge gesperrt.
Der Gemeinderat von Bern erliess ein generelles Demonstrationsverbot, die Gewerkschaft GBI verschob ihre für Samstag in Bern geplante nationale Kundgebung für das Rentenalter 62 der Maler und Gipser kurzfristig. Ein von links-alternativen Krei- sen gebildetes «Antipäpstliches Bündnis» rief im Internet für Samstagnachmittag zu einer Demonstration gegen religiösen Fundamentalismus auf. Der Zugang zur Papstmesse auf der eingezäunten Berner Allmend wird nur durch 170 Eingangstore möglich sein.
Die katholische Kirche wird nie kritisch unter die Lupe genommen. Was wird eigentlich dort gelehrt? WER bezahlt das Heer von Polizisten bei einem Besuch?
Es gibt im Internet einige Tausend Seiten über Sekten- und Religionsforschung. Aber von einer ganz großen Kirche ließt man sehr selten eine kritische Beurteilung, weil die Sektenwarner meistens in den großen Kirchen selber aktiv aktiv sind. So ist es an der Zeit, dass diese auch einmal kritisch unter die unter die Lupe genommen wird. Urteilen sie selbst, ob es der Wahrheit entspricht:
Das Oberhaupt dieser Organisation behauptet auch mit Ausserirdischen Kontakt zu haben, und heilig zu sein, und auch Leute die nicht mehr auf dieser Welt leben (Verstorbene) heilig sprechen zu können.
Es hat ein sündhaft teures Flugzeug und macht ausgiebige Reisen. Wenn es irgendwo landet und vom Flugzeug aussteigt, so muss ein roter Teppich ausgelegt werden, um den Asphalt zu schonen, und es müssen auch oft bis zu 1000 bewaffnete Polizisten aufgeboten werden, um den Mann zu beschützen. (Seiner zeit, als Jesus durch das Land zog, hatte er nur 12 Jünger, die mit Schwertern bewaffnet waren.)
Andere, als Sekten benannte Religionsgemeinschaften bezeichnen diesen Mann als einen Anti-Christen. Diese Organisation verlangt von den Leuten Geld, auch wenn diese nie oder fast nie in ihre Kirche kommen. Wenn sie nicht bezahlen, lässt sie es mit dem Gerichtsvollzieher eintreiben. Sie besitzt auch vom Heiligen Geist mehrere Banken „Banco di Spirito Santo“
Seine Vorgänger pflegten einst auch zu ihrer Bereicherung Bordelle zu betreiben. Sie ließen auch Leute en gros bei lebendigen Leib auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen oder sie folterten auf andere art und weise. Für zehn Gulden Ablass konnte einer den andern töten. Seine Vorgänger haben auch den heiligen Sabbat auf den Sonntag verschoben. Sie sagen auch, dass man von ihrer Kirche nicht austreten könne.
Denn Kindern erzählt die Organisationen, ein Mann sei von den Toten auferstanden und später mit einer Wolke in den Himmel gefahren, und weiterer Unsinn. Oder war es doch ein UFO?
Schon kleinen Kindern wird gesagt, dass sie wegen ihren Sünden und Erbsünden ewig in der Hölle braten würden. Es gäbe aber noch einen Ausweg, es sei da vor langer langer zeit ein Mann am Galgen hingerichtet worden. Der sei jetzt an ihrer Stelle getötet worden, und dadurch seien die Verfehlungen vom Tisch, und das gelte für alle Leute auf dieser Welt. (Menschenopfer) Man müsse das nur glauben, fleißig beichten, beten und forthin nur das tun und lassen, so wie es diese Organisation vorschreibe, und weiterer Unsinn.( Erinnerungen an blutige heidnische Tieropfer).
Sie verbietet Verhütungsmittel und anderes mehr. Sie beruft sich stur auf eine Art „Heilige Bibel,“ die angeblich in allen Teilen unter Einwirkung von einem Geist, einem heiligen, („Banco di Spirito Santo“?) verfasst worden sei, obwohl erwiesen ist, dass im Urtext X-Tausend Abweichungen und Verfälschungen vorhanden sind. Sicher gibt es noch eine ganze Menge weitere Ergänzungen. Für Ergänzungen und Korrekturen wäre ich zu Dank verbunden.
du vergisst etwas in deinem Artikel, das auch stark gegen den alten gaga im vatikan spricht: die Stellung der Frauen.
vergewaltigen irgendwelche leider-nicht-schlappschwänzige Soldaten im Balkan Frauen, dann sind es die Frauen, die als sündig hingestellt werden. werden diese dann durch solch ein traumatisches Erlebnis auch noch schwanger, dann dürfen sie auf keinen Fall abtreiben, denn das ist mord! über die soldaten schweigt der mössiö lieber gnädig.
sterben tausende von Frauen in Afrika an AIDS (hier könntich auch generell Menschen schreiben), sagt der alte gaga, kondome sind sünde! ist besser ihr krepiert alle und hinterlasst jede zwölf kinder, ebenfalls krank. tja, die überheblichkeit der katholischen krieche :-) ist nicht mit der inquisition abgeschlossen. heutzutage lässt sie die minderwertigen rassen (errinnert euch das vielleicht an etwas?) in Afrika, Asien und Lateinamerika lieber jämmerlich an blöden krankheiten abkratzen, als sie sinnvoll aufzuklären. so verschwinden die vielleicht doch noch?
da predigen die herren in soutane solidarität und menschlichkeit, und dabei sinds rassistisch und - ich lasse mal weitere wörter aus.
Frauen haben eh nix zu sagen bei den katholiken. sie dürfen nicht mitreden bei entscheidungen und pfarrerinnen? da troimt mal weiter. die männer da dürfen nicht heiraten, warum? jesus hatte ja schliesslich auch frauen (maria magdalena, die unter anderem eine prostituierte war, zum beispiel) eigentlich ists ja egal, aber ich staun halt trotzdem, weil s doch auch ganz viele frauen da gibt, die sich in der katholischen krieche erniedrigen lassen und drecksarbeit leisten.
und noch eine letzte tatsache, die ach-so-toll für diesen verein spricht, der sich für gott und die bibel engagiert:
meine grosstante, die ist klosterfrau und die durfte als novizin noch nicht einmal die bibel lesen! (weil da vielleicht andere sachen drinstehen, als den herren da lieb ist? vielleicht weil da nix von koischheit steht oder von Frauen sind nix wert?)
Bern ist aus polizeilicher Sicht für den Papstbesuch gerüstet. Für den völkerrechtlich geschützten Gast liegt ein ausgefeiltes Dispositiv bereit
Während des Besuchs von Johannes Paul II. am 5. und 6. Juni stehen in den Bereichen Sicherheit, Verkehr und Sanitätsdienst weit über 1000 Personen im Einsatz. Dies gaben gestern die Verantwortlichen in Bern bekannt, obschon sie natürlich nicht das ganze Sicherheitskonzept ausplaudern durften.
Einige Details darf aber auch die Öffentlichkeit wissen: So werden laut dem Einsatzleiter Sicherheit, Peter Theilkäs, Scharfschützen, Antiterroreinheiten, Sprengstoffentschärfer und Sprengstoffspürhunde eingesetzt. Die Stadtpolizei wird durch die Kantonspolizei, Sanitätspolizei und weitere Organisationen verstärkt. Zudem wird laut Theilkäs in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt und dem Flughafen Bern Belp der Luftraum über Bern überwacht und für alle nicht angemeldeten Fluggeräte gesperrt. Nicht gemeldete Flugzeuge werden zum Verlassen des Luftraumes aufgefordert.
Die Armee hat in diesem Sicherheitsdispositiv aber keine Aufgabe. Der ausgeschiedene Luftraum sei von der Grösse her nicht mit demjenigen beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu vergleichen.
Angst vor Massenpanik
«Als Sicherheitsrisiken stehen verwirrte Einzeltäter, organisierte Anschläge sowie eine Massenpanik im Vordergrund», sagte Polizeikommandant Daniel Blumer. Im Notfall könne die Stadtpolizei weitere Einsatzkräfte vom Nordwestschweizer Polizeikonkordat anfordern.
Für die sonntägliche Messe wird das gesamte Gelände der Allmend eingezäunt. An 170 Eingangstoren müssen sich alle Messebesucher rigorosen Sicherheitskontrollen unterziehen. Die Polizei bereitet sich auf bis zu 100 000 Besucher vor. Pro Stunde könnten maximal 30 000 Personen auf das Gelände gelassen werden. Eine frühzeitige Anreise wurde deshalb empfohlen.
Öffentlicher Verkehr gerüstet
Ein aufwändiges Verkehrs- und Parkplatzdispositiv soll ein Verkehrschaos verhindern. Diverse Strassen in der ganzen Stadt werden am Sonntag zu Car-Parkplätzen umfunktioniert. Die Polizei empfiehlt die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da in der Umgebung der Allmend nur wenig Parkplätze zur Verfügung stehen.
Die SBB planen rund 20 Extrazüge. Die städtischen Verkehrsbetriebe Bernmobil werden ihren Betrieb auf der Tramlinie 9 zur Allmend massiv verstärken und zusätzliche Busse einsetzen. Auf dem Gelände des Jugendtreffens und der Messe werden weiter rund 185 Personen an sieben Samariterposten und drei Sanitäts-Hilfsstellen Rettungsdienste leisten.
Bern ist aus polizeilicher Sicht auf den Besuch von Papst Johannes Paul II. gerüstet: Im Bereich Sicherheit und Rettung stehen am 5. und 6. Juni über 1000 Personen in Bern im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen bleibt vieles geheim
BERN - Die "Gefährdung des hohen, völkerrechtlich geschützten Gastes" habe sich in den vergangenen Wochen nicht verschärft, stellte Daniel Blumer, Kommandant der Stadtpolizei Bern, vor den Medien in Bern klar.
Grund für die Medienkonferenz sei vielmehr das grosse Medieninteresse - mit bisher über 700 angemeldeten Journalistinnen und Journalisten - am Papst-Besuch in Bern.
Unter den über 1000 Sicherheit- und Rettungskräften finden sich viele Polizeispezialisten wie Präzisionsschützen, Antiterroreinheiten, Sprengstoffentschärfer, Schutzhunde und Sprengstoffspürhunde.
Für den mit einem Stab von 30 Personen reisenden Papst ist ein "rund-um-die-Uhr-Personenschutzkonzept" erarbeitet worden. Wie der Papst nach seiner Landung auf dem Militärflughafen Payerene (VD) nach Bern kommt, bleibt geheim.
Das umzäunte Gelände auf der Grossen Allmend für die Eucharistiefeier vom Sonntag wird über 170 Eingangstore passierbar sein. Pro Stunde werden maximal 30 000 Personen die "rigorosen" Eingangskontrollen durchlaufen können.
Die Polizei rechnet mit bis zu 100 000 Teilnehmenden am Gottesdienst vom Sonntag und empfiehlt daher eine rechtzeitige Anreise.
Total werden zudem 185 Personen im Bereich sanitätsdienstliche Versorgung aktiv sein, davon 10 Notärzte.
Grössere Parkräume werden bei den Autobahnausfahrten Wankdorf, Neufeld sowie Schönbühl bereit gestellt. Für Behinderte sowie für Medienschaffende werden spezielle Parkierungsmöglichkeiten eingerichtet.
Er kam extra aus Sankt Gallen, um den Papst zu sehen. Und wurde zurückgeschickt: der Frust eines Gläubigen.
Hose und Jacke sind etwas abgetragen. Sein Auftritt vielleicht etwas heftig: Der junge Asiate ist am Samstag extra aus Sankt Gallen angereist, um «einmal im Leben» den Papst zu sehen. Sein ganzes Geld habe er fürs Zugbillet nach Bern zusammengekratzt. Und jetzt steht er im Zelt, wo Medienschaffende ihre Akkreditierung und die Jugendlichen ihren Last-Minute-Pass fürs Treffen samt Übernachtung holen.
Ohne diesen Pass gibts keinen Zugang. Und er kostet 50 Franken. Der Mann kann es nicht glauben. Er bettelt, er fleht, er weint, er wirft sich auf den Boden: Es hilft nichts. Ohne Geld kein Papst. Ja, natürlich, die Messe am nächsten Morgen, die ist gratis. Doch bis dahin muss der Gläubige irgendwo bleiben. Er hat keine Übernachtungsmöglichkeit. Am Guisanplatz steigt er wieder ins Tram Richtung Bahnhof. Er weint. Schreit sein ganzes Elend hinaus. «Ich bin Vollwaise. Ohne Vater und Mutter aufgewachsen. Ich bin ein gläubiger Katholik. Und jetzt noch das. Soll ich für den Papst Eintritt bezahlen wie fürs Kino?» Die Umstehenden sind peinlich berührt. Der Mann wirkt psychisch angeschlagen. Und doch: Wäre es nicht gerade die Aufgabe der Kirche, solche Menschen aufzunehmen? Die Frage bleibt unbeantwortet. Am Bahnhof steigt der Mann aus. Packt sein Sandwich aus der Tasche, schleudert es in die Luft. Ein frustrierter Pilger auf dem Weg zurück nach Hause.
BERN - Die Schweizer Armee unterstützt das Katholische Jugendtreffen und den Papstbesuch am nächsten Wochenende in Bern logistisch. Der Stadtpolizei Bern werden drei Helikopter zur Verfügung gestellt, wie es in einer VBS-Mitteilung heisst.
Der Anlass entspreche den Kriterien der Verordnung über den Einsatz militärischer Mittel für zivile und ausserdienstliche Tätigkeiten, stellt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) fest.
So kommen rund 100 Armeeangehörige für die Auf- und Rückbauarbeiten rund um das Jugendtreffen zum Einsatz. Dazu gehören das Aufstellen der Absperrgitter, Material- und Personentransporte sowie die Bereitstellung von Material wie etwa Velos, Tische und Bänke. An den Kosten von 45 000 Franken beteiligen sich die Veranstalter mit etwa 9000 Franken.
Die Küchenchefschule Thun ist für die kulinarische Versorgung der Besucherinen und Besucher des Jugendtreffens zuständig: Sie bereitet je 12 000 Frühstücks- und Lunchportionen vor.
Hierfür werden etwa 1,45 Tonnen Walliser Trockenfleisch, 2,5 Tonnen Brot, 2,5 Tonnen Getreidestängel, Militärschokolade, Schachtelkäse und Konfitüre, 3,6 Tonnen Äpfel und Birnen, 7,2 Tonnen Schokogetränke sowie 17 Palletten Mineralwasser verarbeitet.
Hier beteiligt sich das VBS an den Gesamtkosten in Höhe von 120 000 Franken mit 100 000 Franken. Den Rest tragen die Organisatoren. Die Kosten für die Helikopter hängen vom Umfang der Einsätze ab.
Der Papstbesuch von Anfang Juni beschert Bern einen der grössten Polizeieinsätze ihrer Geschichte. Und den Organisatoren einen Riesenaufwand
Für das Sicherheitsdispositiv der Papstvisite ist die Stadtpolizei Bern zuständig. Unterstützt von der Kantonspolizei, werde ein Grossaufgebot von Polizisten im Einsatz sein, sagt auf Anfrage Franz Märki, Chef Mediendienst der Stadtpolizei Bern. Ein Einsatz des Nordwestschweizer Konkordats sei zurzeit nicht geplant, könne aber, je nachdem wie sich die Lage entwickle, nicht ausgeschlossen werden.
Märki macht keinen Hehl daraus, dass die Polizei beim Papst klar von einer erhöhten Gefährdungslage ausgeht, zumal angesichts der terroristischen Bedrohung. Schon im Mai 1981 war Johannes Paul II. in Rom Opfer eines Anschlages geworden. In Bern werde der Papst wie ein stark gefährdeter Staatsgast geschützt, präzisiert Märki, was der Stadt wohl den bisher grössten Polizeieinsatz ihrer Geschichte beschert. Über Zahlen und geplante Massnahmen gibt Märki jedoch keine Auskunft.
Weil der Papst völkerrechtlich garantierten Schutz geniesst, redet auch der Bundessicherheitsdienst bei allen Sicherheitsmassnahmen mit. Die Armee soll zum Schutz des Papstes nicht aufgeboten werden, sondern lediglich zur logistischen Unterstützung des Grossanlasses.
Johannes Paul II. landet am Samstag, 5. Juni, 11.30 Uhr auf dem Militärflugplatz Payerne, rund 30 Kilometer von Bern entfernt, mit einem Airbus der italienischen Fluggesellschaft Alitalia. Von dort aus wird er am Sonntagabend wieder nach Rom fliegen. Das bedingt eine Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Waadt. Die Polizei will nicht bekannt geben, ob der Papst im Helikopter oder mit Wagen und Eskorte nach Bern gelangt, wo er am Samstagabend am katholischen Jugendtreffen teilnimmt und am Sonntagmorgen auf der grossen Allmend eine Messe für alle feiert. Zu Beginn wird er im Papamobil durch die Menge fahren.
Vier Schweizergardisten
Der organisationseigene Sicherheitsdienst wird durch ehemalige päpstliche Schweizergardisten gewährleistet. Vier allerdings unbewaffnete Schweizergardisten in Uniform begleiten den Papst als so genannte Thronwache. Diese bei Auslandbesuchen unüblich grosse Zahl von Gardisten hat mit dem Umstand zu tun, dass der Papst ins Heimatland der Schweizergarde reist.
Für die Teilnehmer des Jugendtreffens und vor allem der Papstmesse wird es laut Märki eine rigorose Kontrolle bei den Eingangsschleusen der BEA geben. Auch im Verkehrsbereich bei der Berner Allmend sei mit grossem Polizeieinsatz zu rechnen.
Die Organisatoren rufen die Teilnehmenden dazu auf, den öffentlichen Verkehr zu benutzen, und verweisen auf vergünstigte Gruppenbillette für die Anreise nach Bern. Auf der Allmend werden lokale Samaritervereine und der Hilfsdienst des Malteserordens für die erste medizinische Betreuung sorgen. Die Organisatoren selber haben ein Mammutereignis zu bewältigen. Er sei sieben Tage die Woche im Einsatz, sagt Olivier Dinichert, Leiter des Logistikkomitees. Er hat den Anlass auch mit dem Reisemarschall des Papstes, Renato Boccardo, geplant, der zu drei Arbeitssessionen in der Schweiz weilte. Das Präsidium des Patronatskomitees übernimmt Bundesrat Joseph Deiss.
Für das Jugendtreffen ist das Allmend-Areal mit Eisstadion und Ausstellungshallen reserviert, insgesamt mehr als 20 000 Quadratmeter Hallenfläche. Die Jugendlichen übernachten in den Hallen der BEA sowie in umliegenden Mehrzweckhallen.
Dazu stehen ihnen mehr als 21 000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Jugendlichen zahlen für die Teilnahme lediglich 40 Franken; inbegriffen sind Anreise, Kost und Logis. Sie werden am Samstag in einem Sternmarsch auf fünf verschiedenen verkehrsarmen Routen zum Gelände der BEA gelangen.
«Finanzen im Griff»
Während des Anlasses werden auf der Allmend zum Schutz der Grasnarben 14 000 Quadratmeter Hexapro-Bodenplatten verlegt, was die Organisatoren allein 250 000 Franken kostet. Insgesamt kostet das Grossereignis 2,5 Millionen Franken.
Die Finanzierung stammt aus verschiedensten Quellen: Beiträgen der Kirchen, Spenden, Kollekten, Sponsoring ... Zu den Sponsoren gehören Coca- Cola, Nestlé oder BEA. Sie werden ihr Logo im Teilnehmerbüchlein, nicht aber auf Banden der Messe anbringen können. Die Berner Sponsoring-Spezialistin Angela Kreis ist mit der Suche nach zusätzlichen Geldquellen beauftragt. Alles in allem aber gibt sich Marc Aellen, Vizegeneralsekretär der Schweizer Bischofskonferenz, zuversichtlich: «Wir haben die Finanzen im Griff.»