Seit einiger Zeit finden sich im Internet und anderswo massiv Propaganga der sogenannten "Antideutschen". Ausserdem verbreiten sie ihre Propaganda durch die Zeitung Bahamas.
Die verschiedenen Texte zeigen alle durchgängig folgende Merkmale:
- Nationalistische Parolen wie "Solidarität mit Israel", "Lang lebe Israel". Jede Kritik
am Staat Israel oder auch an den USA wird als antisemitisch diffamiert. Eine Differenzierung
zwischen israelischer Bevölkerung und dem Staat Israel findet nicht statt.
- Reaktionäre Forderungen, vor allem die Befürwortung des Krieges gegen Afghanistan und
gegen die gesamte islamische Welt.
- Permanente Diffamierung aller linken Aktivitäten. Jede politische Aktivität, die sich
nicht ausdrücklich mit dem Antisemitismus-Problem auseinandersetzt, wird grundsätzlich als
lächerlich bezeichnet. Vor allem wird die sogenannte "Anti-Globalisierungs-Bewegung"
und die Anti-AKW-Bewegung von Antideutschen diffamiert. Sämtliche Linke werden als Antisemiten beschimpft.
- Unsachliche Verallgemeinerungen, etwa in der Form "Weil Faschos gegen Castortransporte
sind, sind alle Atomkraftgegner Faschos", "ATTAC ist pro-kapitalistisch, also sind alle
Demonstranten von Genua pro-kapitalistisch".
Wir glauben, dass diese Gruppen mit ihrem Verhalten eindeutig gezeigt haben, dass es sich
hierbei nicht um linke Gruppen handelt. Eine Zusammenarbeit mit ihnen ist für uns
ausgeschlossen.
Die Ablehnung von Nationalismus jeder Art ist für uns elementarer Grundkonsens für alle
linken Aktivitäten. Nationalistische Parolen wie "Solidarität mit Israel" sind nicht dafür
dienlich, eine sachliche Diskussion um Antisemitismus zu erreichen.
Eine Bekämpfung des Antisemitismus kann nicht durch einen pro-israelischen Nationalismus erreicht werden. Nur eine Ablehnung jeglicher Kategorisierung von Menschen nach Herkunft kann letztendlich den Antisemitismus und den Rassismus allgemein ausrotten.
Eine Diskussion um den Islam muss unserer Ansicht nach einhergehen mit einer Diskussion um
Religion allgemein und darf nicht dazu dienen, Angehörige von Religionsgemeinschaften zu
diskriminieren. Auch in der christlichen und jüdischen Religion gibt es Merkmale, die
unseren Vorstellungen einer befreiten Welt entgegen stehen.
Wir lehnen Religionen als Grundlage für Gesellschaftsstrukturen generell ab. Verbote oder
Kriege gegen Religionsgemeinschaften können aber hierfür keine Lösung sein.
Diskussionen mit den "Antideutschen" halten wir im Moment nicht für sinnvoll, da sie diese regelmässig mit unsachlicher Polemik und dem weiteren herunterbeten von nationalistischen Parolen beantwortet haben, wie in den diversen Diskussionen auf Indymedia nachzuvollziehen ist. Wir betrachten diese Gruppierungen nicht als Linke und denken, dass sie in unseren Strukturen keinen Platz haben sollten.