"antideutsch" am Montag
Grrr! - 05.09.2004 10:43

Nach einigen Neo-Nazis tauchen nun auch vereinzelt antideutsche Anti-Linke auf den Montagsdemonstrationen in der BRD auf und versuchen Jagd auf Neo-Nazis und angebliche "ausländische Antisemiten" zu machen.

Nachdem schon auf den Anti-Kriegsdemonstrationen - gegen die USA wg. des Irak-Krieges - einzelne Gruppen von Neo-Nazis auftauchten und mit ihnen und in ihrem Gefolge sog. "Antideutsche", die zwar "Für Bomben auf Bagdad" waren und "patriotisch" US- und Israel-Fahnen schwenkten - aber angeblich gegen Neo-Nazis, Antisemiten und Faschisten waren -, tauchen nun die gleichen Gruppierungen bei den sozialen Protesten - am Montag - auf.

Während die antideutschen Postillen - wie BAHAMAS, JUNGLE WORLD u.a. - gegen die aus deutschen und ausländischen Kollegen und Nachbarn bestehenden Montagsdemonstrationen hetzen und sie als "grölenden völkischen Mob" beschimpfen, schleichen ihre getarnten Streetworker auf den Demonstrationen herum um "Faschos" und "Antisemiten" zu entlarven. Nächstens werden sie - wie auf den Antikriegsdemonstrationen - noch unsere arabischen und moslemischen Kollegen und Nachbarn - sowie deren Familien - auf den Montagsdemonstrationen anpöbeln und verdächtigen, "Antisemiten" und "Faschisten" zu sein.

Vorgebliche antideutsche "Kommunisten" schleichen auf den Montagsdemonstrationen herum, nicht um gegen "Sozialabbau" und "Umverteilung von unten nach oben" zu demonstrieren, sondern um sich als "antifaschistische" Oberaufseher und Herrenmenschen aufzuführen und Jagd auf Neo-Nazis und angebliche "ausländische Antisemiten" zu machen. Die berüchtigten Grüppchen der Israel- und US-Fahnenschwenker der Antikriegsdemonstrationen sind wieder da.

So wie sie damals weggedrängelt wurden und Tritte von den in- und ausländischen Antikriegsdemonstranten bekamen, so werden sie diesmal weggejagt werden von den in- und ausländischen Montagsdemonstranten in West und Ost - und zwar mit ihren "braunen" Gesinnungsbrüdern gleichzeitig.


Auf diesen Artikel gabs eine Reaktion im Schwarze Katze Gästebuch:

a schrieb am 05.09.2004 um 22:22:03 Uhr Eintrag Nr. 262
der text ""antideutsch" am montag" ist ein selten dämlicher text. wie auch schon in einigen kommentaren argumentativ belegt


Daraufhin haben wir der Person, die ins Gästebuch geschrieben hat folgendes geantwortet:
Ja, ja, "anti"deutsche Nationalisten können nun mal keine Kritik vertragen. Wie jede/r an dem obigen Gästebucheintrag sehen kann. Einer der Kommentare, die es auf diesen Artikel gegeben hat, lautete folgendermassen:

ADs und Antifa
Informantin 05.09.2004 15:14
Selbsternannte "Anti"Deutsche sind ja nich gerade dafür bekannt Antifa-Arbeit zu machen oder sich mit Nazis auseinanderzusetzen. Nahezu alle Aktionen der letzten beiden Jahre richteten sich gegen linke Strukturen und Institutionen. Indymedia wird als "nationalsozialistisch" bezeichnet und "Muslimedia" betitelt. Aufmärsche der Bahamiten richteten sich beispielsweise gegen Jugendtreffs in Kreuzberg, die auch Migranten zulassen, und gegen die Rote Flora in Hamburg. Sozialer Protest wird von den ex-linken Wohlstandschauvinisten pauschal als faschistisch bezeichnet und grundsätzlich bekämpft. Grundlage ihrer Ideologie ist ja gerade die Unterordnung unter jede Herrschaft und das bejubeln des jeweils Stärkeren. Das ist in der Auseinandersetzung zwischen Arbeitslosen und SPD/Kapital natürlich letztere Fraktion, im Irak-Krieg waren es eben die High-Tech-Barbaren die den Irak überfielen und verwüsteten. Kein Wunder, dass "anti"deutsche Gruppen die Folter an Kriegsgefangenen im Irak bejubelten ("Lyndie England did the right thing") und jetzt Polizeiterror gegen Arbeitslose fordern.