1. Mai 2006 | 9 Uhr | Keithstraße Ecke Kleiststraße (U-Bhf. Wittenbergplatz) | bei den schwarz-roten Fahnen
++und hinterher: After Demo Lounge im FAU-Lokal++
Der Aufruf der FAU Berlin:
"Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, die es in Europa gibt." (Gerhard Schröder)
Schröders Eigenlob vor den selbst ernannten "global leaders" des WEF (World Economic Forum) bedeutet für die Lohnabhängigen hierzulande: Verdrängung tariflich gebundener Arbeitsplätze durch tariflose Billigjobs, Aushöhlung von Flächentarifverträgen; Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungs-verhältnisse in drastischem Umfang (seit Anfang 2005 über 400.000 Stellen), die durch Teilzeitstellen, sonstige prekäre Jobs und staatlich verordneten Arbeitszwang ersetzt werden (Mini-Jobs, Ich-AGs, Ein-Euro-Jobs); Zunahme der Zahl "arbeitender Armer", die trotz Erwerbstätigkeit keinen existenzsichernden Lebensunterhalt verdienen; Abbau der sozialen Sicherungssysteme durch Hartz IV & Co., um den Niedriglohnsektor auszuweiten und den Druck auf die unteren Lohngruppen zu verstärken; Druck auf das gesamte Lohngefüge.
Als am 1. Mai 1886 in den USA über 400.000 ArbeiterInnen in den Streik traten, um ihre Forderung nach einem Acht-Stunden-Tag durchzusetzen, begründeten sie die Tradition des 1. Mai als Kampftag der Arbeiterklasse. Nach 120 Jahren müssen wir feststellen, dass wir immer noch – oder schon wieder! – für den Acht-Stunden-Tag kämpfen – und das bei einer im Vergleich zu 1886 unendlich gesteigerten Produktivität. Es ist nur allzu deutlich: im Kapitalismus wendet sich für die Lohnabhängigen nichts zum Besseren.
Daher gilt nach wie vor:
Organisieren und kämpfen!
Für das Ende der Lohnarbeit!
Revolutionäre Gewerkschaften überall!
Kommt zum anarcho-syndikalistischen Block auf der Gewerkschaftsdemo am 1. Mai | 9 Uhr | Keithstraße Ecke Kleiststraße (U-Bhf. Wittenbergplatz) | bei den schwarz-roten Fahnen
und hinterher zu After Demo Lounge: Austern & Champagner, Bier & Würstchen gibt’s den ganzen lieben langen Tag im FAU-Lokal. Zum Quatschen, Klönen, Pläne schmieden und Wunden lecken, ganz egal, auf welcher Demo Ihr den 1.Mai gefeiert haben mögt (Straßburger Straße 38, Berlin-Prenzlauer Berg [Nähe U2 Senefelderplatz])
Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU-IAA) Berlin
- anarcho-syndikalistische Gewerkschaft -
www.fau.org/ortsgruppen/berlin