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Weltweit gingen am Samstag Menschen auf die
Straße, verbunden durch die gemeinsame Forderung: "Kein Krieg im
Irak." Auch in Hagen versammelten sich rund 150 Friedensbewegte, um
ihrem Protest gegen eine drohende Eskalation der Gewalt im Irak mit
einem Marsch durch die Fußgängerzone nachhaltig und lautstark
Ausdruck zu verleihen. Schnell hatten die Demonstranten die für sie
Schuldigen ausgemacht: Die USA und ihre Verbündeten. "Kein Blut für
Öl" stand auf Fässern, die die Demonstranten über den Asphalt
rollten.
"Ich will einfach keinen Krieg"
Stefan Teuber
Westfalenpost Hagen 17.02.2003
Hagen. Es ist selten, dass ein Thema die Menschen so beschäftigt wie die Irakfrage. In ganz Deutschland und in vielen Städten Europas wurde am Wochenende gegen den drohenden Krieg und für den Frieden demonstriert. Auch in der Hagener Fußgängerzone kamen am Samstagmorgen zahlreiche Bürger zusammen, um sich für eine friedliche Lösung des Konfliktes auszusprechen.
Ein großer Menschenstrom zog von der Hohenzollernstraße durch die Innenstadt und dann in Richtung Bahnhof. Vorneweg vier bemalte Ölfässer mit der Aufschrift "Menschenrechte ja, Krieg nein". Per Megaphon und mit Plakatsprüchen wurden die Politiker aufgefordert, dem Frieden eine Chance zu geben. Federführender Organisator der Protestaktionen war das Hagener Friedenszeichen. Verschiedene Organisationen wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft oder die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa (AtiK) und zahlreiche Mitglieder der verschiedenen deutschen Parteien beteiligten sich an der Demonstration.
Mitorganisator Klaus Wallow vom Hagener Friedenszeichen: "Ich habe nicht die Vorstellung, mit dieser Demonstration den Krieg verhindern zu können, das wäre eine Illusion. Wir versuchen trotzdem, unsere Ansicht in dieser Frage deutlich zu machen. Die angeblichen Beweise der Vereinigten Staaten rechtfertigen keinen Krieg. Dieser wäre zudem eine Katastrophe für die irakische Bevölkerung."
Das Thema Irak scheint die Hagener zu beschäftigen. Wo noch in der Hohenzollernstraße ein überschaubarer Personenkreis den Zug begonnen hatte, schlossen sich in der Fußgängerzone mehr und mehr Menschen an. Viele sehen in dem Verhalten der USA mehr den Hunger auf Öl denn den Wunsch nach Sicherheit und nach Demokratie im Irak. Ingrid Berger fasste die Stimmung der Teilnehmer zusammen: "Der Pazifismus ist wieder im Aufwind. Menschen in aller Welt protestieren gegen ein gewaltsames Vorgehen. Jetzt ist die Politik gefragt."
Eine Aufgabe, die der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel gerne aufgreift und zu schätzen weiß: "Die Menschen zeigen, dass sie gegen einen Krieg und für eine Verlängerung der Inspektionen sind. Das ist wichtig und zudem eine bedeutende Stütze für die Bundesregierung."
Auch die Jugend beteiligte sich an den Demonstrationen. An den Schulen werden die Entwicklungen kritisch diskutiert und analysiert. Maxi Kittel, Schülerin der Hauptschule Heubing, wurde von ihrer Lehrerin auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht und weiß genau, wie sie zu dem Thema steht: "Ich will einen Krieg einfach nicht." In den kommenden Wochen sollen von den Schülern Unterschriften gegen einen Irakkrieg gesammelt und an die Verantwortlichen in den USA geschickt werden.
Friedensdemo am 15.02.03 in Menden
Rede vom 15.02.03 bei der Demo in Menden
Damit eins klar ist: Dies ist keine Parteiveranstaltung!
Und doch! Wir ergreifen Partei!
Wir zeigen keinerlei Sympathie mit dem diktatorischen, menschenverachtenden Regime Saddam Husseins!
Und wir wollen den Menschen im Irak nicht noch größeres Elend bringen.
Den "sauberen" Krieg gibt es nicht, in dem nur Industrie und Militärs ausgeschaltet werden!
Ein Krieg würde nicht einfach nur eventuelle, womöglich gar nicht existente Massenvernichtungswaffen beseitigen!
Die Geschichten von Mr. Bush in den Medien sind einfach nur lächerlich! Die Verlierer des Krieges wären letzten Endes wieder die einfachen Männer, Frauen und Kinder im Irak.
Die weiteren Folgen eines Krieges am Golf sind nicht abzusehen.
Aber wir gehen für mehr auf die Straße!
Der Krieg gegen den Irak ist nicht ein einmaliges, von anderen Faktoren losgelöstes Ereignis.
In ihm kommt nicht zuletzt wieder unsere verkehrte Welt zum Ausdruck!
Eine Welt, in der man mit militärischer Gewalt Probleme lösen zu können meint!
Eine Welt, in der Interessen bestimmter Staaten oder Gruppen mehr zählen als Menschenleben.
Eine Welt, in der soziale Ungerechtigkeit und Ausbeutung an der Tagesordnung sind und schon als globale oder globalisierte Ordnung akzeptiert werden!
Wir werden mit dieser Demonstration den Krieg vielleicht nicht verhindern.
Wir werden George Bush und die anderen Kriegsherren dieser Welt auch nicht sofort und mit einem Male zur Umkehr bewegen.
Aber wir werden Aufmerksamkeit erregen! Wir werden auf das große Unrecht hinweisen, das in Planung oder
vielleicht schon im Gange ist. Oder genauer gesagt: Auf die Vergrößerung des Unrechts, das schon seit Jahren durch Embargos im Irak geschieht.
Wir werden dazu beitragen, die Öffentlichkeit zum Nachdenken zu bewegen, und ebenso kritisch auf den geplanten Krieg zu schauen!
Wir werden endlich etwas tun!
Wir werden aufhören, ständig nur darüber zu reden, wie schlimm Kriege doch sind.
Wir gehen auf die Straße und schreien das Problem heraus - bis es auch der Letzte hört und kapiert.
Wir wollen Ihren Krieg nicht, Mr. Bush! Auch wenn Sie mich und uns jetzt nicht direkt hören - irgendwann schon kommt Ihnen zu Ohren, was wir hier in Menden zu sagen haben, und wir haben etwas zu sagen: wir wollen Ihren Krieg nicht, Herr Präsident!
Das sagen gerade wir Jugendlichen!
Wir sind nicht die Null-Bock-Generation, an der politische Fragen undiskutiert vorbeiziehen!
Wir haben Null-Bock auf Krieg!
Wir haben Null Bock darauf, dass wieder unschuldige Menschen sterben sollen!
Wir haben Null Bock darauf, dass sich ein Mr. Bush als Befehlshaber einer Weltpolizei aufspielt, die sich das
Recht nimmt, zerstörte Menschenleben als "Kollateralschäden" billigend in Kauf zu nehmen.
Wir haben Null Bock darauf, dass Deutschland diese Vorgehensweise unterstützt.
Wir machen nicht mit, Mr. President.
Wir machen nicht mit, Herr Bundeskanzler. Das "NEIN" zum Irak-Krieg muss bleiben, muss ein "NEIN" zu allen Kriegen werden.
Der plötzliche Pazifismus der Regierung wirft schon einige Fragen auf. Im Kosovo und in Afghanistan war
die BRD nun auch immer gut dabei.
Krieg wird niemals wahren Frieden schaffen.
Krieg kann kurzfristigen Waffenstillstand schaffen, mehr aber auch nicht.
Krieg ist Terror!
Wir machen unserem Ärger Luft.
Die Bundeswehr darf keinen Krieg führen.
Wir lassen unseren Protest nicht unterdrücken.
Wir sind in Menden, nicht in München oder Genua.
Aus vielen kleinen Feuern wird ein großes! In ganz Europa und in den USA laufen heute Proteste gegen den geplanten Irak-Krieg!
Daher ist es wichtig, dass auch wir hier, im Sauerland, in Menden aufstehen!
Eine bessere Welt ist möglich!
Wir stehen endlich auf dafür und fangen an! Gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen Unterdrückung.
Niemals akzeptieren wir Krieg als Mittel politischer Konfliktlösung!
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren! Wir fangen gerade erst an!
"1, 2, 3, 4 - die USA, die stoppen wir. . . !"
Mendener Zeitung 17.02.03
700 Demonstranten gegen drohenden
Irak-Krieg auf der Straße. Innenstadtbewohner verlassen
spontan ihre Häuser und schließen sich an
Unterschriften gegen den
Krieg, die an die amerikanische Botschaft in Berlin
geschickt werden, sammelt die Friedensinitiative
Menden-Hemer.
| MENDEN • Bis zum
Jahre 2005 erhöhen die USA ihre Rüstungsausgaben auf 526,2
Milliarden Dollar. Damit investieren die Vereinigten Staaten
deutlich mehr Geld in ihre militärische Sicherheit als 48
weitere Staaten dieser Welt zusammen. Das ist einer Statistik
zu entnehmen, die an einer Informationstafel am alten
Rathausplatz hängt. In der Nähe steht eine junge
Demonstrantin, behangen mit zwei Schildern: Auf dem einen ist
in Anlehnung an den jüngsten James Bond-Film zu lesen "Bush:
The World is not enough?", auf dem anderen "Noch ein Vietnam -
nein Danke." Die Kirchturmuhr an St.Vincenz zeigt kurz vor elf
Uhr, eine noch recht überschaubare Zahl von Menschen wartet
auf den Beginn der Demonstration gegen einen drohenden
Irakkrieg. Der Protestzug durch die Stadt beginnt: "1,2,3,4:
Die USA, die stoppen wir - 5,6,7,8: Mit Kriegen wird jetzt
Schluss gemacht - 9,10: Der Wiederstand muss weitergehen.
Bürger, lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein"
Mit diesen Parolen macht die Spitze des Zuges, acht ein großes
"Nein zum Krieg" - Transparent tragende Jugendliche, auf sich
aufmerksam. Und ihr Bemühen zeigt Wirkung: Auf der Hauptstraße
verschieben Bürger ihre Einkäufe, spontan verlassen Menschen
ihre Häuser; sie schließen sich dem Protestzug an. Inzwischen
herrscht dichtes Gedränge, etwa 700 Kriegsgegner finden über
Hauptstraße, Postraße, Bodelschwinghstraße, Walramstraße,
Brückstraße und Kolpingstraße zurück zum alten Rathausplatz:
Hier findet eine Kundgebung statt.
Stefan Neuhaus von der Friedensinitiative Menden-Hemer
schickt mit der laut ausrufenden Menge Grüße nach Berlin,
Brüssel, Amsterdam, London, Rom: Hier sind Millionen auf den
Straßen und gegen einen US-Angriff, Menden ist ein Teil der
größten Friedendemonstrationen seit dem NATO-Doppelbeschluss
1983 in Bonn.
"Krieg ist Terror: Wir werden ihn wahrscheinlich nicht
verhindern, aber Aufmerksamkeit erregen und so zeigen, dass
wir gegen den Kurs von Mister Bush sind", sagt Manuel
Trilling. Er ist der jüngste Redner und spricht
energisch-insistierend, benutzt in Verbindung mit dem
US-Präsidenten das Wort lächerlich und mahnt, dass Folgen
einer kriegerischen Unternehmung nicht abzuschätzen sind.
Lahdo Hanna, wegen des Regime von Saddam Hussein aus Irak
geflüchtet, spricht sich für einen Verbleib der
Waffeninspektoren aus und sieht die Aufgabe Amerikas wie
folgt: "Als Weltmacht hat es die Aufgabe zu helfen, wie ein
Vater zu sein, der seine Kinder liebt und sie unterstützt. Es
sterben schon genug Menschen in Irak wegen der katastrophalen
gesundheitlichen Versorgung." Hanna gibt einen Eindruck von
den Methoden Saddams, der tausende von Menschen und ganze
Städte vernichtet habe, aber dennoch: "Ein Krieg ist der
falsche Weg."
Stefan Neuhaus verliest Auszüge aus eine Rede von
Schauspieler Dustin Hoffmann. Beim "Cinema vor Peace" hatte
der Mime sein Unverständnis über die Haltung seiner Regierung
geäußert und kritisch angemerkt, dass Hussein, der von Amerika
mehr als eine Milliarde Dollar für die Aufrüstung gegen den
Iran bekommen hat, plötzlich der große Böse ist, aber damals
noch nicht.
Als letzte Rednerin verdeutlicht Pastorin Susanne
Krämer-Puzicha von der ev. Kirche Platte Heide die Position
der Kirchen: "Gebet und Protest gehören zusammen. Niemand hat
vergessen, was Amerika für Deutschland nach dem zweiten
Weltkrieg getan hat, aber es muss möglich sein eine andere
Position zu vertreten, ohne dass man der Undankbarkeit
bezichtigt wird." An dieser Stelle applaudieren die 700
Kriegsgegner immens, Daumen strecken sich zustimmend in die
Luft, lautstark sind "Bravo-Rufe" zu hören.
"Bomben machen die Welt nicht sicherer" und "Was fühlt eine
Mutter heut in Irak" steht auf zwei Transparenten. Aber
Amerika rüstet auf: Angriff ist die beste Verteidigung. •
> "Wir wollen den Krieg nicht, Mr.
Bush!"
Westfalenpost Menden 17.02.03 |
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| Knapp 1 000 Mendener demonstrierten
am Samstag in der Innenstadt gegen den drohenden
Irak-Krieg. Fotos (3): Marcel Näpel Lahdo Hanna, der vor
Saddam Husseins Regime aus dem Irak flüchtete.
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Menden. (in) Knapp 1 000 Mendener zeigten
Samstagvormittag Gesicht: Sie demonstrierten gegen den drohenden
Irak-Krieg mit einem Protestmarsch durch die Innenstadt.
Auf dem Platz vor dem Alten Rathaus herrschte
selten so dichtes Gedränge. Viele Kriegsgegner hatten sich für den
Protestmarsch selbstgebastelte Transparente und Plakate mitgebracht,
auf denen sie ihre Botschaften an den amerikanischen Präsidenten
geschrieben hatten: "Nein zum Krieg", "Kein Blut für Öl",
"Völkerrecht statt Bomben" oder "Wir wollen den Krieg nicht, Mr.
Bush".
Kurz nach elf Uhr setzte sich die friedliche
Demonstration von der Hauptstraße in Bewegung. Protestrufe wie
"Eins, Zwei, Drei, Vier, die USA, die stoppen wir!" waren laut durch
die Straßen zu hören. Mit ihren Rufen wollten die Mendener aber auch
weitere Bürger aufrütteln, Partei für den Frieden zu ergreifen.
"Bürger lasst das Glotzen sein, reiht Euch in die Demo ein",
forderten sie. Mit Erfolg. Tatsächlich schlossen sich noch viele dem
Protestzug an.
Unter den Demonstranten war auch Gudrun Rohe.
Die 60-Jährige trägt einen Anstecker mit einer weißen Taube auf
ihrer Jacke. "Auch wenn der Protest im kleinen Menden nicht wirklich
etwas an der Haltung von Herrn Bush ändern kann, finde ich es
trotzdem wichtig zu zeigen, dass wir an keinem Krieg interessiert
sind." Ähnlich sehen es auch die Geschwister Daniel (20) und Sabrina
Bräucker (18).
Auf großes Interesse bei der Bevölkerung
stieß der Informationsstand, an dem Kriegsgegner "No War-Postkarten"
unterschreiben konnten, die an Bundeskanzler Schröder und an die
amerikanische Botschaft in Berlin geschickt werden. "Der Andrang ist
sogar so groß, dass die Kugelschreiber nicht reichen", freut sich
Pfarrerin Birgit Fiedler über die positive Resonanz.
Bei der anschließenden Kundgebung auf dem
Platz vor dem Alten Rathaus griff Manuel Trilling stellvertretend
für die Mendener Friedensinitiative Menden-Hemer in seiner Rede die
USA scharf an: "Auch wenn Sie mich und uns jetzt nicht direkt hören
- irgendwann schon kommt Ihnen zu Ohren, was wir hier in Menden zu
sagen haben, und wir haben etwas zu sagen: Wir wollen Ihren Krieg
nicht, Herr Präsident!" rief er ins Mikrofon. Die Zuhörer
bekräftigten die Forderungen nach friedlichen Lösungen mit lautem
Applaus. Ein weiterer Höhepunkt: die Ansprache von Lahdo Hanna, der
vor Saddam Husseins schrecklichem Regime aus dem Irak flüchtete.
Zum Abschluss der Kundgebung gab Stefan
Neuhaus noch bekannt: "Falls es doch zum Krieg kommen sollte,
treffen wir uns alle hier um 18 Uhr wieder." Hoffentlich nicht.
Flugblatt der Friedensinitiative Hemer:
Stoppt den drohenden Krieg, bevor er beginnt!
Die US-Regierung hält unbeirrt an ihrer Absicht fest, einen Krieg gegen den Irak zu führen. In diesem Krieg geht es weder um einen ‚Anti-Terror-Kampf' noch um Massenvernichtungswaffen, noch um die Herstellung von Demokratie und Menschenrechten. Den USA geht es vielmehr um die Durchsetzung geostrategischer und wirtschaftlicher Interessen in einer der energiereichsten (Öl-) Regionen der Welt.
Das Wirtschaftsembargo von 1991 hat das Regime im Irak nicht beseitigt, aber unsägliches Leid über Zivilbevölkerung gebracht. Die Menschen leiden nach wie vor unter Hunger und Not und werden vom Diktator Saddam Hussein unterdrückt. Ein neuer Golfkrieg würde noch mehr Elend bringen, weitere zehntausende Tote fordern und das Land endgültig in die Steinzeit zurückbomben.
Der Krieg wäre ein Verbrechen am irakischen Volk. Er wäre ein Angriffskrieg, der gegen jede menschliche Vernunft und gegen das Völkerrecht verstößt.
Keine deutsche Unterstützung für diesen Krieg
Wir fordern von der Bundesregierung ihr Wahlversprechen zu halten, sich in keiner Form an einer militärischen Aktion gegen den Irak zu beteiligen und unterstützen sie in ihrer aktuellen ablehnenden Haltung.
Weiterhin fordern wir:
- Abzug aller deutschen Fuchs-Spürpanzer aus Kuwait und Marineeinheiten aus der Golfregion
- Britischen und amerikanischen Kampfflugzeugen die Überflugsrechte zu verwehren
- Kein Nutzungsrecht für US-Militärbasen in Deutschland für den Irakkrieg
- Jegliche Unterstützung, z.B. durch Bereitstellung von AWACS-Flugzeugen, zu unterlassen. Die Zielzuweisung der AWACS-Aufklärer an bombardierende Flugzeuge stellt eine aktive Kriegsbeteiligung Deutschlands dar!
- Ein definitives NEIN Deutschlands im UN-Sicherheitsrat zu einem Krieg im Irak.
Wir rufen alle BürgerInnen auf:
an den Demonstrationen zum ‚Europäischen Aktionstag gegen den Krieg' am 15. Februar 2003 in Berlin oder lokal mit uns in Menden um 11 Uhr am alten Rathaus teilzunehmen.
In Iserlohn findet ebenfalls um 12 Uhr am alten Rathaus eine Demo statt.
Beteiligen Sie sich an den vielfältigen Aktionen überall im Land gegen den Krieg
Bei einem Angriff auf den Irak wird es weltweit zu spontanen Demonstrationen und Protesten am Tag X kommen. Europaweit wird es zu Demonstrationen am Samstag nach Tag X um 18 Uhr in allen großen Städten kommen, bundesweit werden in zahlreichen Städten am Tag X um 18 Uhr Kundgebungen, Proteste und Demonstrationen organisiert.
Ein Alleingang der USA und Verbündeter ist zu verhindern, weil:
- die USA laut Artikel 51 der UN-Charta kein Recht auf "präventive Selbstverteidigung" haben, d.h. sie sind nicht autorisiert, einen militärischen Alleingang ohne Beschluss des UN-Sicherheitsrates durchzuführen: "Diese Charta beeinträchtigt im Falle eines bewaffneten Angriffs gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen keineswegs das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung, bis der Sicherheitsrat die zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Maßnahmen getroffen hat. Maßnahmen, die ein Mitglied in Ausübung dieses Selbstverteidigungsrechts trifft, sind dem Sicherheitsrat sofort anzuzeigen; sie berühren in keiner Weise dessen auf dieser Charta beruhende Befugnis und Pflicht, jederzeit die Maßnahmen zu treffen, die er zur Wahrung oder Wiederherstellung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit für erforderlich hält."
- die Resolution 1441 zwar vom Einsatz "aller erforderlichen Mittel" spricht, aber in keinster Weise einen militärischen Alleingang der USA legitimiert. (Übersetzung nachzulesen unter www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Irak/un-res-graefrath.html)
à ein Alleingang widerspräche Art. 2 Abs. 4 der UN-Charta: "Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt."
Eine deutsche Unterstützung eines Irakkrieges ist auf jeden Fall zu unterlassen, weil sowohl Vorbereitung als auch Durchführung oder Unterstützung eines Angriffskrieges Art.26.1 des Grundgesetzes widersprechen und somit verfassungswidrig sind: "Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig."
Ein Krieg gegen Irak wäre ein Krieg aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen:
Nur zwei Beispiele:
Schon jetzt investieren die USA 50 Mrd. $ pro Jahr für die Stationierung von Truppenverbänden in der Golfregion um sich den Zugang zu den dortigen Ölreserven zu sichern. Das entspricht einem Betrag von 100 $ pro Barrel Öl, der dort gefördert wird, also dem vier- bis sechsfachen Wert eines Barrels auf dem Weltmarkt.
Die USA und andere Staaten behindern aufgrund eigener C-Waffen-Vorräte die Abrüstungsbemühungen des OPCW (Oranisation for the Prohibition of Chemical Weapons) durch Budgetbeschränkungen und Regierungsvertreter im Exekutivorgan des OPCW. Somit behindern sie auch die Arbeit der UN-Inspektoren im Irak in Hinsicht auf die Zerstörung chemischer Waffen.
Kriege jeder Art sind moralisch verwerflich und schaden vor allem der Zivilbevölkerung, zerstören die Infrastruktur und schädigen massiv die Wirtschaft der betroffenen Region. Die eigentlichen "Bösewichter" bleiben meistens von den Folgen verschont.
Friedensdemo am 15.02.03 in Iserlohn
15.02.03 12 Uhr Alter Rathausplatz, Iserlohn: Demo gegen Irak-Krieg Die Schwarze Katze beteiligte sich an der Demo in Iserlohn und Menden und rief dazu auf sich an Anti-Kriegs-Aktivitäten in Iserlohn, Menden, Lüdenscheid oder anderswo zu beteiligen.
"Setzen wir uns für Frieden
ein"
IKZ Hemer, 17.02.03
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| Alle Redner wandten sich am Samstag
vor zahlreichen Demonstrationsteilnehmern auf dem Alten
Rathausplatz, darunter auch einige muslimische
Mitbürger, deutlich gegen einen Angriffskrieg gegen den
Irak. Foto: Schneider
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Iserlohn. (lewi) "Krieg ist keine Lösung",
darin waren sich alle Redner und Teilnehmer der
Friedensdemonstration am Samstag auf dem Alten Rathausplatz einig.
Rund 400 Friedensbewegte zeigten bei der Kundgebung und dem
anschließenden Umzug durch die Stadt deutlich Flagge gegen einen
Angriff des Irak, der Tausenden von Menschen das Leben kosten
würde.
Bei den Demonstrationen in der Waldstadt, in
Menden und in Lüdenscheid und in vielen anderen Städten in
Deutschland, Europa und der Welt gehe es nicht um
Anti-Amerikanismus, unterstrich Jörg Jung als Sprecher des
Friedensplenums Iserlohn. Und SPD-Stadtverbandsvorsitzender Peter
Felsberg sagte, es handele sich um eine "abweichende Meinung unter
Freunden", alles andere wäre blinde Gefolgschaft. "Krieg ist kein
politisches Mittel." Peter Felsberg sprach sich dafür aus, die
geschätzten 200 Milliarden Dollar an Finanzmitteln statt zum Führen
eines Krieges zur Bekämpfung von Armut und Hunger als Ursache von
Kriegen zu verwenden.
"Setzen wir uns für den Frieden ein",
appellierte Pastor Gottfried Abrath von der Erlösergemeinde an die
Kundgebungsteilnehmer. Er warnte vor einer neuen weltweiten Spirale
der Gewalt, die durch einen Krieg ausgelöst würde. Einen weiteren
Nährboden für Terrorismus befürchtete auch Peter Asbeck vom
Stadtverband der Grünen, der auf der Linie von Außenminister Joschka
Fischer für die Verlängerung der UN-Inspektionen plädierte.
Saddam Hussein und sein Regime hätten zwar
die Rechtfertigung zum Führen eines Landes verloren, betonte Pfarrer
Berhard Laß, dies rechtfertige aber keinen Krieg - schon gar nicht
im Namen Gottes.
Schärfere Töne auf dem Rednerpult schlug
Thorsten Spelten vom Landesvorstand der PDS an. Er bezeichnete SPD
und Grüne wegen der Beteiligung deutscher Soldaten in
Awacs-Flugzeugen, dem Nichtabziehen von Fuchs-Panzern aus Kuwait und
des Nichtverbots von Kriegstruppentransporten von US-Amerikanern und
Engländern durch Deutschland als "kriegsführende Parteien". Spelten
rief an solchen Einsätzen beteiligte deutsche Soldaten zur
Befehlsverweigerung auf.
Aufruf vom Friedensplenum Iserlohn zur Demo:
KEIN BLUT FÜR ÖL
VÖLKERRECHT STATT BOMBEN!
Inzwischen ist klar, dass die USA und GB nur eines wollen: Macht und Öl. Dafür wollen sie den Krieg. Dies ist völkerrechtswidrig und verbrecherisch. Inzwischen sind alle Argumente für den Krieg als Propagandalügen und Vorwände entlarvt: Der Beschluss zum Krieg war längst gefallen, bevor die Inspektionen im Irak begannen. Wir wollen keinen Rückfall in die Barbarei, der Krieg als Mittel der Politik ist nicht mehr akzeptiert.
KRIEG IST TERROR!
Die Gewaltstrategie kennt keine Grenzen. Die Liste der "Schurkenstaaten" ist noch lang, das nächste Ziel wird Iran oder Nordkorea sein. Wir wollen jedoch keine zerstörten Länder voller zerstörter und verarmter, hasserfüllter und fanatischer Menschen: Wir wollen statt Eroberung und Ausplünderung eine friedliche, weltoffene Entwicklung, wirtschaftliche Partnerschaft auf der Basis gegenseitigen Vorteils, friedlichen kulturellen Austausch und eine angstfreie, demokratische Zukunft ohne Hass und Krieg. Zeigen wir allen Kriegstreibern: Wir wollen Eure Gewalt und Zerstörung nicht, bei uns nicht und auch nicht anderswo.
KEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR KRIEGSTREIBER!
Herr Bundeskanzler, seien Sie konsequent: Nicht nur ein "NEIN" im Sicherheitsrat, sondern auch Verweigerung jedweder Beteiligung am Krieg. Wir verlangen den Rückzug der Flotte vom Horn von Afrika, der Spürpanzer aus Kuwait, der deutschen Besatzungen aus den fliegenden AWACS-Feuerleitstellen und die Verweigerung der Überflug- und Nutzungsrechte bundesdeutschen Territoriums und Luftraums. Fallen Sie den USA mit uns in den Arm.
Friedensdemonstration
15. Februar, 12 Uhr
Iserlohn, Alter Rathausplatz
Folgendes Flugblatt wurde bei der Demo am 15.02.03 in Iserlohn und in Menden verteilt:
Wer sind hier die Guten?
Weder die USA, noch der Irak und schon gar nicht Deutschland!
Die Regierung der USA will das nationalbolschewistische Regime im Irak absetzten. Mit militärischen Mitteln. Das heißt durch Tod und Zerstörung. Treffen wird es wohl eher die, die der täglichen antisemitischen und völkischen Propaganda des Staatsapparates ausgesetzt sind: die Menschen die im vom irakischen Staat kontrollierten Territorium leben.
Als Grund für diesen Krieg, gibt die US Regierung, die Bedrohung, die der Irak für die Staaten in der Region darstellt sowie vorhandene Massenvernichtungswaffen an.
Damit haben sie nicht unrecht. Der Irak ist eine Bedrohung für die in der Region lebenden Menschen, im besonderen für die Menschen in Israel.
Der irak?
Der Irak hat in der Vergangenheit sehr bereitwillig Giftgas eingesetzt, besaß definitiv biologische Waffen und hatte 1976 einen französischen Atomreaktor erworben, um waffenfähiges Atommaterial herstellen zu können.
Zumindest diese Möglichkeit, eigenständig Atomwaffen herstellen zu können, wurde dem irakischen Staat genommen. 1981 zerstörte die israelische Luftwaffe den Reaktor kurz vor seiner Inbetriebnahme. Ein Ende der irakischen Bemühungen, Atomwaffen herzustellen, bedeutete dies jedoch nicht. Die Produktions- und Forschungsstätten wurden über das Land verteilt, um ein schwierigeres Ziel abzugeben.
Im August 1990, im selben Monat, in dem irakische Truppen den Nachbarstaat Kuwait besetzten, befahl Saddam Hussein, "in höchster" Eile einen Atomsprengkopf zu bauen, mit dem irakische Mittelstreckenraketen hätten bestückt werden können. Im Falle einer Bedrohung der Herrschaft Saddams im Irak hätten diese dann auf Tel Aviv abgefeuert werden sollen. Dazu kam es jedoch nicht: Die Bombe, die die irakischen Ingenieure fertig stellen konnten, war für einen Gefechtskopf zu groß und es mangelte an geeignetem spaltbarem Material.
Doch auch wenn der irakische Staat keine Atomwaffen hat, Giftgas hatte er und dafür, dass er keines mehr hat, bleibt er bis heute Beweise schuldig. Auch praktisch kann man in Bagdad auf Erfahrungen mit chemischen Kampfstoffen zurückblicken.
Schon 1974 wurde mit der Produktion von Senfgas begonnen, in den 80ern folgten dann die Nervengase Sarin und Tabun und auch das hochwirksame, tödliche VX wurde im Irak hergestellt.
1983 setzt das irakische Militär erstmals Giftgas gegen Menschen ein, mehr als 100.000 Geschosse mit Giftgas wurden, nach irakischen Angaben, eingesetzt, um iranische Armeeangehörige zu töten. 1988 setzte der irakische Staat dann Giftgas zur Ermordung von kurdischen ZivilistInnen im Nordirak ein, und löschte dort ganze Dörfer aus.
Die Gefährlichkeit der irakischen Militär- und Unterdrückungsmaschine geht jedoch nicht nur von den vorhandenen Waffenarsenalen aus, sondern vor allem von der Skrupellosigkeit, mit der sie eingesetzt wurden und wahrscheinlich auch wieder eingesetzt würden, hätten die Herrscher im Irak die Möglichkeit dazu. Wen es dann treffen würde, daraus wird im Irak kein Geheimnis gemacht. "Die Juden", so verkündete Saddam Hussein im Juni 2001 bei Radio Bagdad, seien "der Abschaum der menschlichen Rasse". Und auch sein Stellvertreter, Iast Ibrahim, wusste auf der Gipfelkonferenz der islamischen Staaten im November 2000 an die Pflicht der "gläubigen Moslems" zu erinnern, die "verdammten, ketzerischen Juden" zu vertreiben.
Wie der irakische Staat so etwas praktisch umsetzt, hat er bereits 1991 gezeigt: Fast 100 al-Hussein Mittelstreckenraketen, die auf der sowjetischen SCUD-B basieren, wurden auf israelische Städte abgefeuert. Für den Fall, das alliierte Truppen auf Bagdad vorrücken, gab es den Befehl diese Raketen, mit Giftgas-Sprengköpfen bestückt, auf Israel abzufeuern.
Eleminatorischer Antisemitismus heißt das. Der Wille zur Vernichtung, diesmal zwar nicht aus Deutschland, aber deswegen auch kein Stück sympathischer.
So etwas hört mensch von Seiten der friedensbewegten Deutschen kaum.
Der Irak ist eine brutale, faschistoide Diktatur und ein Bedrohung, für alle halbwegs fortschrittlichen Gesellschaften in der Region, in denen es so etwas wie bürgerliche Freiheiten gibt.
Freiheiten, die uns es z.B. ermöglichen heute hier zu stehen.
Freiheiten, die uns, zumindest noch, davor bewahren, das wir mit ansehen müssen, wie Menschen, die wir lieben vor unseren Augen von Geheimdienstlern vergewaltigt werden, um Informationen aus uns herauszupressen.
Freiheiten, die uns noch davor bewahren, erschossen zu werden, weil wir uns offen gegen die Ausbeutung durch den Kapitalismus, gegen die Militarisierung der Gesellschaft und gegen die rassistische Politik der Herrschenden aussprechen. Und das auch noch öffentlich.
Wie bereits gesagt, will die Regierung der USA Krieg gegen dieses Regime führen. Einen Krieg, der uns als sauber verkauft werden soll, der es aber, wie kein anderer Krieg, ist.
Treffen wird es die, die ohnehin schon genug zu leiden haben, weil die herrschenden im Irak lieber Panzer und deutsche Produktionsanlagen für Giftgas kaufen, anstatt dafür zu sorgen, dass die Menschen, die sie beherrschen genug zu essen haben.
Schön wäre es, wenn dieses Regime abgeschafft werden würde. Ein Schritt in Richtung einer freieren Gesellschaft.
Die usa?
Aber darum geht es den USA bei ihrem Krieg gar nicht.
Dieser Krieg wird vielen Menschen das Leben kosten, und an den faschistoiden Machtstrukturen im Irak wird sich dadurch nicht viel ändern. Warum auch? In den 80er Jahren wurde genau dieser irakische Staat, der auch damals schon Giftgas eingesetzt hat, noch von der US-Regierung unterstützt. Es ging damals darum, den Einfluss in der Region zu erhalten, der durch die islamistischen Machthaber im Iran gefährdet wurde.
Selbstbestimmung und Autonomie für die Menschen im Irak oder Sicherheit für Israel, dass sind nicht die Ziele des geplanten US Feldzuges. Es geht um die Kontrolle über die Rohstoffe in der Region. Der Irak beherbergt die zweitgrößten Ölreserven der Welt, die Quellen der USA werden in den nächsten Jahrzehnten versiegen.
grossdeutschland?
Wie schon in Afghanistan, im Krieg gegen Serbien oder in Bosnien, werden sich die Sieger den Kuchen aufteilen, den sie sich durch ihre Militärmaschinerie haben erobern und sichern lassen.
Bei den zuletzt genannten Feldzügen hat die BRD-Regierung noch bereitwillig mitgebombt. Keine Spur von dem scheinbaren Pazifismus, den wir in den Berliner Regierungsetagen auf einmal erkennen sollen.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: In Bosnien, in Serbien und in Afghanistan war und ist die BRD dabei.
Deutsche Soldaten sind in aller Welt und sichern "deutsche Interessen". Darüber freut man sich nicht nur in der Regierungsetage, wo man endlich auch, genau wie andere imperialistische Mächte, seine eigenen Vasallenstaaten haben will. Eigene Einflussgebiete in aller Welt, die dann endlich mal tun was man sagt.
Auch die deutsche Wirtschaft freut sich, schließlich kann man ja das, was Bundeswehr & Co vorher kaputtgebombt haben, wieder in das Kriegsgebiet verkaufen.
Im Irak sieht die Sache aber anders aus. Die deutsche Wirtschaft freut sich schon jetzt über die guten Beziehungen zu dem irakischen Regime, dass so bereitwillig deutsche Rüstungsgüter gekauft hat, und dies auch gerne wieder tun würde.
Dem Leiter des irakischen Atombombenprogramms, Khidir Hamza, zufolge, beruht das gesamte Programm zur Herstellung von Kernwaffenfähigem Uran mittels Gasultrazentrifugen auf "deutschem Know-How" und er stellte weiter fest, dass es "ohne die Deutschen [..] dieses Programm nicht [gäbe]". In den 80er Jahren belieferten BRD Konzerne den Irak mit Laborgeräten, Klimaanlagen, Chemietechnik und Grundstoffen zu Herstellung von Giftgas. Einige dieser Firmen waren "Karl Kolb", "Pilot Plant", "Thyssen Rheinstahl" "Rhein-Bayern Fahrzeugbau" und "MAN". In seinem Rüstungsbericht führt das Irakische Regime insgesamt 98 deutsche Firmen auf, die von den 70er Jahren an, die irakischen Militärmaschinerie aufgerüstet haben.
Angesichts dieser Tatsachen, wundert auch der deutsche Gegenvorschlag zu einem US Feldzug nicht. Fischer und sein Außenministerium, wollen die UNO WaffeninspektorInnen durch tausende von Blauhelm-Soldaten "schützen" lassen, und so de facto die Kontrolle im Irak übernehmen. Davon abgesehen, das es illusorisch ist, anzunehmen Saddam Hussein würde einer UNO-Resolution zustimmen, die seine eigene Entmachtung herbeiführt, würde ein derartiger Schritt den Menschen im Irak genauso wenig eine freiere Gesellschaft mit den Möglichkeiten individueller und kollektiver Selbstbestimmung, wie eine US-Besatzung bringen.
Was ein solcher Plan stattdessen bedeuten würde liegt auf der Hand: Deutsche Soldaten im Irak und damit deutscher Einfluss im Irak.
Das "Nein" zum Irak-Krieg der Bundesregierung ist nichts anderes als das "Ja" zum BRD-Imperialismus.
Eine Regierung, die auf der einen Seite ihre Soldaten in alle Welt schickt und auf der anderen gegen den bösen US-Imperialismus pazifistische Positionen zu vertreten vorgibt ist nur eines: Heuchlerisch.
Wer dann?
Wir müssen bei einem "Nein" zu einem Krieg stehen, der keinerlei Fortschritt, keine Emanzipation für die Menschen bringt. Aber wir dürfen unser "Nein" zum Imperialismus der Einen, nicht zu einem "Ja" zum Imperialismus der Anderen werden lassen.
Wenn Ihr so wollt, ist George W. Bush ein Kriegstreiber, ein Imperialist, ja, er ist böse. Aber er ist genauso wenig DER Böse, wie die USA DAS Weltenübel sind, als das sie, gerade auch in der Friedensbewegung allzu oft dargestellt werden.
Das "Nein" zum Krieg darf nicht zu einem "Nein" zu den USA werden. Wir dürfen nicht in bipolare Denkweisen verfallen, auf der es nur "die bösen USA" und "den armen Irak und das friedliebende Deutschland gibt". Ein derartiges Bild, wie es von Seiten friedensbewegter Deutscher allzu gerne gezeichnet wird, ist schlicht und ergreifend falsch.
Die Fixierung auf den einen Feind, das eine Übel, führt nur dazu, dass wir von den Ursachen, die Kriege und Unterdrückung ermöglichen abgelenkt werden, und uns stattdessen in anti-amerikanischen Feindbildern verbeißen. Die Herrschenden in Deutschland und im Irak werden sich darüber nur Freuen, genauso wie die Herrschenden in den USA, die Interesse daran haben, die Menschen auf einen äußeren Feind einzuschwören, um von den ungerechten Strukturen im eigenen Herrschaftsbereich abzulenken. Das ist nichts neues, die Konstruktion nationaler Einheit gegen einen äußeren Feind war schon immer beliebtes Mittel, um Herrschaft zu sichern.
Unser "Nein" zum diesem Krieg, muss zu einem "Ja!" zur Emanzipation werden. Zu einem "Ja" zu einer Welt ohne Herrschaft, ohne Imperialismus. Zu einem "Ja!" zu einer Welt, in der Menschen nicht mehr in Angst vor irakischen Geheimdiensten, deutschem Giftgas und US-Bomben leben müssen.
Der Kampf gegen Krieg und Militarismus, ist ein Kampf gegen jede Herrschaft!
Für die soziale Revolution! Weltweit.
Libertärer Zusammenhang im Märkischen Kreis, Februar 03
Friedensdemos in Lüdenscheid
Die rasante Renaissance der
Friedenstauben
Lüdenscheider Nachrichten 17.02.03
450 Bürger demonstrieren auf
Initiative der Friedensgruppe gegen einen Irak-Krieg. Reden,
Plakate und Protestlieder prägen Szenerie in der City
Plädierte eindringlich für den
Frieden: die US-amerikanische Austauschschülerin Laura
Parker-Noyes.
| Von Sebastian
Schmidt
LÜDENSCHEID • New York, Paris, Athen, Berlin und auch
Lüdenscheid - millionenfach drängten die Menschen am
Wochenende auf die Straßen, um gegen den drohenden Irak-Krieg
zu demonstrieren. In der Kreisstadt waren es dabei rund 450
Bürger, die bei der zentralen Kundgebung am Samstag den
Sternplatz bevölkerten. Eine Beteiligung, mit der sich die
Organisatoren von der Friedensgruppe durchaus zufrieden
zeigten.
Bei vielen Verbänden und Vereinigungen war der
Bürger-Protest schon im Vorfeld auf Unterstützung gestoßen -
so beim "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage", bei Kirchen,
Ausländerbeirat, antifaschistischen Bündnissen und
Gewerkschaften.
Durch die Bergstädter City wehte an diesem Tag ein Hauch
des alten Friedensaktivismus, der schon vor 20 Jahren die
Politiker das Fürchten gelehrt hatte. Aus den Lautsprechern
drang die legendäre Friedenshymne "We shall overcome". Rüdiger
Drallmeyer und Heinz Mührmann spielten mit Gitarre und
Mundharmonika aus Leibeskräften Antikriegs-Lieder. Derweil
schwenkten die versammelten Bergstädter Plakate und Fahnen mit
kriegskritischen Aufschriften. "No war", "Kein Blut für Öl",
oder "Bushkrieg ist Flächenbrand" zählten dabei zu den
auffälligsten Meinungsäußerungen. Aber auch die Friedenstaube
erlebte als Symbol eine rasante Renaissance.
Unter der Moderation von Hermann Morisse von der
Friedensgruppe traten im Laufe der Kundgebung mehrere Redner
ans Mikrofon. So Superintendent Klaus Majoress. Seine
zentralen Aussagen: "Sicher ist Saddam Hussein ein brutaler
Diktator. Aber man kann nicht jede Diktatur einfach wegbomben.
Krieg ist immer ein Übel, das die Zivilbevölkerung trifft. Es
gibt keinen gerechten Krieg."
Auch die 18-jährige US-Amerikanerin Laura Parker-Noyes, die
sich momentan als Austauschschülerin in Lüdenscheid aufhält,
sprach zu den Demonstranten. Sie konnte ihren Stolz auf die
"älteste Demokratie der Welt" nicht verhehlen, zeigte sich
indes empört über die Kriegspläne der Bush-Regierung: "Wir
Bürger wollen den Frieden."
Es gab am Samstag aber auch schärfere Töne. So prangerten
Dieter Saal und Thomas Mehner von der Friedensgruppe in ihren
Reden einen "kriegslüsternen George Bush", die "übermächtige
Waffen- und Ölindustrie" und den "amerikanischen
Imperialismus" an.
Still wurde es auf dem Sternplatz aber auch noch - kurz
nachdem eine Tonbandaufnahme die Geräuschkulisse von
Bombenhagel über die City gelegt hatte. Es war eine
beklemmende Stille.
500 gingen für den Frieden auf die
Straße
WR Lüdenscheid 17.02.03 |
|
|
| "No
War", appellierten die Teilnehmer der Demonstration an
die Adresse von US-Präsident Bush.
| |
Lüdenscheid. "Kein Krieg gegen den Irak!"
hieß es Samstag auf dem Sternplatz: Im Rahmen des europaweit
stattfindenden "Aktionstages gegen den Krieg" hatten sich rund 500
Bürger gegen die drohende Kriegsgefahr am Golf zusammengefunden.
Dazu aufgerufen hatte die Lüdenscheider Friedensgruppe.
Der Aktionstag, der bundesweit
hunderttausende Kriegsgegner auf die Straßen lockte, stieß auch in
Lüdenscheid auf große Resonanz.
Unter dem Motto "Gesicht zeigen" wurde die
Veranstaltung tatkräftig vom "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage
- gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit", dem Ausländerbeirat der
Stadt, dem Märkischen Friedenskreis sowie den Kirchen, Parteien und
Gewerkschaften unterstützt.
Da gab es jede Menge Infos zur derzeitigen
Situation am Golf, Aufkleber und Transparente mit Aufschriften wie
"Krieg ist Terror", Unterschriftensammlungen gegen einen drohenden
Irak-Krieg, Geldsammlungen für das "Hammer Forum"- einer
Institution, die sich für Kinder in Krisenregionen stark macht -,
Gitarrenmusik der Liedermacher Rüdiger Drallmeyer und Heinz
Mührmann, Tänze der griechischen Folkloregruppe "Pontaikos" und
lautstarke Trommeleinlagen auf Ölfässern mit der Umschrift "Kein
Blut für Öl". Punkt 12 Uhr läuteten sogar - extra für den Aktionstag
- die Glocken der St. Joseph und Medardus-, Erlöser- und
Christuskirche.
Antikriegs-Demonstration in Lüdenscheid am 08. Februar
(300 Leute beteiligten sich)
Am 08. Februar um 13:00 Uhr am Graf-Engelbert-Platz in Lüdenscheid wird die überregionale Demonstration beginnen. Sie steht unter dem Motto:
Kein Blut für Öl!
Stoppt den Krieg gegen den Irak!
Sofortige Aufhebung des Embargos gegen den Irak!
Schluss mit Sozialabbau und Militarisierung!
Gegen Antisemitismus
und für eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen Israel und Palästina!
Organisator ist die Antikriegskoalition Lüdenscheid, ein Bündnis aus SchülerInneninitiative gegen Rechts, Initiative für Zivilcourage, BgR Lüdenscheid, Autonome Antifa Lüdenscheid, Venceremos Halver und JungdemokratInnen/Junge Linke.
Alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen werden zu einem Vorbereitungstreffen am Donnerstag, den 30.01.2003 um 19:30 Uhr ins Arbeiter- und Jugendzentrum in der Gartenstrasse 13 eingeladen.
Die Friedensgruppe Lüdenscheid unterstützt die Demonstration!
Ein bunter und lauter Zug gegen Krieg und Militarismus
Lüdenscheider Nachrichten, 10.02.03
Rund 300 junge Leute aus dem politisch links orientierten Spektrum gehen gegen einen neuen Irak-Krieg auf die Straße. Dreistündige Veranstaltung verläuft ohne Zwischenfälle
Von Sebastian Schmidt
LÜDENSCHEID Die weltpolitischen Ereignisse strahlen immer stärker auch nach Lüdenscheid ab. Am Samstag zogen 300 meist junge Leute durch die City, um gegen einen drohenden Irak-Krieg und globale Militarisierung zu protestieren. Die Antikriegskoalition Lüdenscheid (AKL), ein Schulterschluss mehrerer Gruppen aus dem politisch links orientierten Spektrum, hatte zu der Demonstration aufgerufen.
Bis auf kleinere Verkehrsstörungen verlief die dreistündige Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Polizeisprecher Michael Bechatzek: "Das war eine reibungslose und friedliche Angelegenheit. Etwas anderes hatten wir schon im Vorfeld nicht erwartet". Eine Einschätzung, der sich auch die Demo-Ausrichter anschlossen. Die Polizei begleitete den Zug durch die Innenstadt mit rund 50 Beamten.
Startpunkt der Demonstration war der Graf-Engelbert-Platz. Von da aus zogen die Teilnehmer - zwischenzeitlich waren es wohl auch mehr als 300 - über Hochstraße und Humboldtstraße zunächst Richtung Knapp. Dann ging es über Sauerfeld und Wilhelmstraße zur Abschlusskundgebung auf dem Sternplatz. Weitere Kundgebungen gab es auf dem Graf-Engelbert-Platz, vor dem CDU-Haus an der Friedrichstraße und vor der AOK.
Die Antikriegskoalition ist ein loses Bündnis mehrerer politischer Gruppierungen. Mit von der Partie sind etwa die "Schülerinitiative gegen Rechts", die Lüdenscheider Antifa, das "Bündnis gegen Rechts", die "Initiative für Zivilcourage" sowie etliche Einzelpersonen. Unterstützung fand die Demo vom Samstag auch bei der Friedensgruppe Lüdenscheid.
Der gemischten Zusammensetzung des Zugs entsprach dann auch die Vielfalt an politischen Themen.
Im Zentrum des Protests stand zwar klar die Empörung angesichts der zugespitzten Irak-Krise. "Kein Blut für Öl" war hier die dominierende Parole. Ins Visier der Kritik gerieten aber auch weitere globale Geschehnisse und Entwicklungen. So der Umgang der Türken mit den Kurden, die Einflussnahme der USA auf Südamerika und der "aggressive Kapitalismus". Gleichzeitig wandten sich die Demonstranten klar gegen Antisemitismus.
Verteidigt wurde das derzeitige Regime im Irak übrigens in keiner Weise. Eine der Rednerinnen: "Wir hegen keinerlei Sympathien für Saddam Hussein, der die Menschen brutal unterdrückt. Wir glauben aber, dass das irakische Volk seine Geschicke selbst bestimmen muss".
Am Rande der Demo kam es mitunter auch zu Diskussionen mit unbeteiligten Bürgern. Ein Plakat, das die SPD verunglimpfte, entfernten die Demonstranten dabei nach Beschwerden von Passanten wieder von ihrem Lastwagen. Einer der Demo-Veranstalter dazu: "Mit diesem Schriftzug haben wir wirklich einen Fehler gemacht".
Der Widerstand gegen den Krieg soll in Lüdenscheid auch künftig weitergehen. Kommt es zu einem neuen Waffengang gegen den Irak, plant die Antikriegskoalition noch für denselben Tag eine Demonstration in der Kreisstadt.
Friedlicher Protest gegen Krieg im Irak
Westfälische Rundschau Lüdenscheid 09.02.03
Lüdenscheid. (zib) "Lüdenscheid, wir sind unterwegs, wir sind viele und wir lassen nicht mehr locker!" Diese Parole erfüllte am Samstag Mittag die Innenstadt. Die "Antikriegskoalition" gegen einen Krieg im Irak, die sich aus der Initiative für Zivilcourage, der Schülerinitiative gegen Rechts, der Antifa, dem Bündnis gegen Rechts und "Venceremos" aus Halver zusamensetzt, hatte unter dem Motto "Kein Blut für Öl - Stoppt den Krieg im Irak" zur Demonstration aufgerufen.
Ungefähr 250 Teilnehmer versammelten sich um 13 Uhr auf dem Graf-Engelbert-Platz , wo der Protest gegen einen Irak-Krieg mit einer ersten Kundgebung begann. Redner der verschiedenen Gruppen begrüßten die Teilnehmer mit Stellungnahmen gegen den drohenden Irak-Krieg. Sie übten Kritik an den Kriegsvorbereitungen in der Golfregion. Gleichzeitig riefen sie immer wieder dazu auf, die Menschenrechte zu wahren und Zivilcourage zu zeigen.
Danach machte sich der Demonstrationszug vom Graf- Engelbert-Platz über Hochstraße, Humboldtstraße und Eselsrücken durch die Friedrichstraße und Knapper Straße auf den Weg zum Sternplatz. Zwei Zwischenkundgebungen an der Friedrichstraße und der Knapper Straße unterstrichen noch einmal die Anliegen der verschiedenen Gruppierungen. Am Ende der Abschlusskundgebung auf dem Sternplatz wurden die Demonstranten mit einem Gedicht von Bertolt Brecht gegen den Krieg verabschiedet.
Der große Lastwagen mit lauter Musik und die Sprechgesänge der Teilnehmer zogen überall die Blicke neugieriger Zuschauer auf sich. Nicht unumstritten bei Passanten und Beobachtern war jedoch, dass das Anliegen der Kriegsverhinderung auch mit Drohungen aus dem Demonstrationszug gegen Lüdenscheider Rechtsradikale verbunden wurde. Dies gehe über Rahmen und Zielsetzung der Demonstration hinaus, deren Motiv der Aufruf zum Frieden sei.
Insgesamt verlief die Veranstaltung friedlich. Die Organisatoren kündigten bereits an, dass im Falle eines Kriegsausbruches weitere Aktionen geplant sind. Nächste Woche findet im Rahmen eines europäischen Aktionstages erneut eine Veranstaltung der Friedensgruppe zum Thema Irak Krieg auf dem Sternplatz statt.
Presseerklärung der Antikriegskoaliton Lüdenscheid (AKL) vom 05.02.03
Demonstration am 8.2. in Lüdenscheid unter dem Motto::
Kein Blut für Öl!
Stoppt den Krieg gegen den Irak!
Sofortige Aufhebung des Embargos gegen den Irak!
Schluss mit Sozialabbau und Militarisierung!
Gegen Antisemitismus
Und für eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen Israel und Palästina!
Das Sauerland sagt Nein zum Krieg gegen den Irak!
Die Absichten der amerikanischen und britischen Regierung die hinter einem Krieg gegen den Irak stehen werden immer deutlicher.

draufklicken, dann wird Bild gross |
Die in der letzten Woche durch George Bush angekündigte Rede seines Außenministers Collin Powell konnte keine Beweise für die Existenz von „Massenvernichtungswaffen“ im Irak bringen. Im Gegenteil, die amerikanischen Beweise sind nichts weiter als Vermutungen.
Auch die von US Verteidigungsminister Rumsfeld sogenannte Achse des Bösen, die sich über 60 Staaten erstrecke und über engste Kontakte zu terroristischen Gruppen verfüge, besonders zur El Kaida, hat deutliche Risse bekommen. Der britische Geheimdienst bestätigte jetzt, daß die irakische Regierung in keiner Form mit El Kaida zusammenarbeitet. |
Doch darum geht es bei diesem Konflikt auch nicht.
Bei diesem Konflikt geht es wie in Afghanistan weder um Menschenrechte, noch um eine Demokratisierung des Landes , noch um die Situation der irakischen Bevölkerung.
Einzig und allein ökonomische und militärische Gründe spielen hier eine Rolle, warum Saddam Hussein und sein Regime beseitigt werden soll. Es geht um die Sicherung der immer knapper werdenden Ressourcen auf dieser Welt und um Sicherung strategisch wichtiger Standorte, zu denen der Irak gehört. Nach amerikanischer Vorstellung endet die Achse des Bösen nicht beim Irak , sondern erstreckt sich über den Iran und Syrien. Zuerst soll die Regierung im Irak und dann die Regierung im Iran beseitigt werden.
Gegen diesen Wahnsinn und gegen den drohenden Krieg und den damit verbundenen globalen Folgen wollen wir als AKL am Samstag den 8.2. mit vielen anderen Gruppen auf die Strasse gehen.
Auch die Friedensgruppe beteiligt sich an der Demonstration und mobilisiert für Samstag zur Demonstration.
Bei der Vorbereitung der Demonstration ist eine engere Zusammenarbeit der Friedensgruppe Lüdenscheid und der AKL beschlossen worden, um zukünftige Aktionen gegen den Krieg gemeinsam zu organisieren und zu koordinieren.
Wir sind nicht allein:
In der Türkei, bei uns in Deutschland, in England, in Frankreich und fast allen Ländern Europas lehnen die Menschen mit großer Mehrheit diesen Krieg ab.
Am Samstag dem 15.2. sind auf der ganzen Welt Demonstrationen gegen den Krieg geplant, zu denen mehrere Millionen Menschen erwartet werden.
Die Demonstration am Samstag den 8.2. in Lüdenscheid beginnt um 13h auf dem Graf- Engelbert- Platz, geht nach einer kurzen Kundgebung in Richtung Kluse, dann Richtung Friedrichstrasse, Knapperstrasse, Sauerfelderstrasse um dann eine Abschlusskundgebung auf dem Sternplatz durchzuführen.
Die Demonstration ist bei der Polizei angemeldet.
Wir wollen alle TeilnehmerInnen der Demonstration bitten Transparente, Plakate gegen den Krieg mitzubringen um deutlich Flagge gegen diese Kriegspolitik zu zeigen.
Wir rechnen bei der Demonstration am Samstag mit mehreren hundert TeilnehmerInnen aus allen Bereichen der Gesellschaft.
Ein letztes Vorbereitungstreffen, für alle Gruppen die an dieser Demonstration teilnehmen wollen, gibt es am Freitag den 7.2. um 19.30h im Arbeiter und Jugendzentrum in der Gartenstr.13 (oberster Stock) in Lüdenscheid.
Überregionale Anti-Kriegs-Demonstration in Lüdenscheid am 08.02.2003
Antikriegsdemo am Samstag 08.02.2003 in Lüdenscheid Auftakt: 13 h Graf-Engelbert-Platz
Presseerklärung der Antikriegskoalition Lüdenscheid
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Die Antikriegskoalition Lüdenscheid organisiert eine überregionale Demonstration gegen den Krieg gegen den Irak. Die Antikriegskoalition (AKL) besteht aus der SchülerInneninitiative gegen Rechts, der Initiative für Zivilcourage, dem BgR Lüdenscheid, der Autonomen Antifa Lüdenscheid, der Gruppe Venceremos Halver, den JungdemokratInnen / Junge Linke und vielen Einzelpersonen. Vor einigen Wochen hatte die AKL schon mehrere Veranstaltungen zu dem Thema eines drohenden Krieges durchgeführt und auf die damit verbundenen globalen Folgen hingewiesen. Die SchülerInneninitiative gegen Rechts organisierte ebenfalls in Zusammenarbeit mit der AKL ein großes Konzert gegen den Krieg zu dem mehr als 400 Menschen kamen. |
Das Motto der Demo:
- Kein Blut für Öl ! - Stoppt den Krieg gegen den Irak! - Sofortige Aufhebung des Embargos gegen den Irak! - Schluss mit Sozialabbau und Militarisierung! - Gegen Antisemitismus und für eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen Israel und Palästina!
Diese Forderungen sind nicht voneinander zu trennen und stehen im direkten Widerspruch zur Regierungspolitik von Rot/Grün und dem Ja der CDU/CSU zu diesem Krieg. Diese Demonstration soll unsere deutliche Ablehnung gegen die Politik der Regierenden in Berlin zeigen und wir wollen mit der Demo unseren Protest auf die Strasse bringen. Diese Demonstration richtet sich gegen das Embargo, das bisher über 1 Millionen Menschen im Irak das Leben gekostet hat, sie richtet sich gegen den Sozialabbau der Regier Herrschenden im Gesundheitswesen, im Bildungswesen, gegen die Kürzungen im Bereich der Renten, die ein Land und eine Ordnung schaffen will in der nur noch die Leistungen bekommen, die auch über ausreichend finanzielle Möglichkeiten verfügen, sie bezieht sich auf den massiven Abbau demokratischer Grundrechte nach dem 11. September und sie bezieht sich auf einen neuen gesellschaftsfähig gemachten Antisemitismus, der am deutlichsten seinen Ausdruck in der Hetzkampagne von Möllemann gegen Israel fand. Diese Demonstration will zudem aufzeigen, das es wichtig ist die Kräfte der israelischen Friedensbewegung, wie auch die um Frieden bemühten Kräfte auf der palästinensischen Seite massiv zu unterstützen, denn ein Krieg gegen den Irak hat unabsehbare Folgen sowohl für die israelische, wie auch für die palästinensische Bevölkerung, Es gibt also genügend Gründe auf die Strasse zu gehen. Wir rechnen auf der Demonstration mit mehreren hundert Menschen aus dem gesamten Sauerland und NRW. SchülerInneninitiativen, Ausländische Vereine, Friedensgruppen/initiativen, Antifagruppen, Gewerkschaften und weitere gesellschaftliche Gruppen werden angeschrieben und ein breites Spektrum wird zur Demo mobilisieren.
Alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen werden zu einem Vorbereitungstreffen der gemeinsamen Demonstration am Donnerstag den 30.01.03 um 19.30 h ins Arbeiter- und Jugendzentrum in der Gartenstrasse 13 (oberster Stock) eingeladen.
Die überregionale Großdemonstration beginnt am Samstag den 08.02.03 um 13 h auf dem Graf -Engelbert-Platz in Lüdenscheid.
Zusammen kämpfen gegen den Krieg!
15.02.03 11 Uhr Sternplatz, Lüdenscheid: Demo gegen Irak-Krieg
Über 500 Lüdenscheider zeigten ihr Gesicht gegen den Irak -Krieg
Friedensgruppe Lüdenscheid, 15.02.03 |
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"Im Rahmen des weltweiten Protesttages demonstrierten in Lüdenscheid gut
500 Menschen gegen den drohenden US-Krieg.
Veranstalter war die Friedensgruppe Lüdenscheid, weiterhin
beteiligten sich das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage - gegen
Gewalt und Fremdenfeindlichkeit, so wie Mitglieder der Schülerinitiative
gegen rechts, das Ausländerbeirates, der Autonomen Antifa, Kirchen,
Gewerkschaften und Parteien.
Es sprachen Superintendent Majoress und eine Austauschschülerin aus den
USA. Die griechische Folkloregruppe Pontiakos tanzte und der
Liedermacher Rüdiger Drallmeyer umrahmte das Programm mit seinen
Friedensliedern. Ölfässer mit den Aufschriften "Kein Blur für Öl"
dienten als Begleitmusik, eine Luftschutzsirene sowie Kriegsgeräusche
machten den Schrecken des Krieges erlebbar. Um 12 Uhr läuteten die
Glocken der Lüdenscheider Kirchen. Ansprachen von Dieter Saal und Thomas
Mehner von der Friedensgruppe beschlossen die Veranstaltung."
15.02.2003 - Europaweiter Aktionstag gegen den Krieg
Friedensgruppe Lüdenscheid
In ganz Europa werden wir an diesem Tag zusammen mit hunderttausenden
von Menschen auf den Beinen sein und verlangen:
KEIN BLUT FÜR ÖL! VÖLKERRECHT STATT BOMBEN!
Inzwischen ist klar, dass die USA und GB nur eines wollen: Macht und Öl.
Dafür wollen sie den Krieg. Dies ist völkerrechtswidrig und
verbrecherisch. Inzwischen sind alle Argumente für den Krieg als
Propagandalügen und Vorwände entlarvt: Der Beschluss zum Krieg war
längst gefallen, bevor die Inspektionen im Irak begannen. Wir wollen
keinen Rückfall in die Barbarei, der Krieg als Mittel der Politik ist
nicht mehr akzeptiert.
STOPPT BUSH & BLAIR UND DIE RÜSTUNGS- & ÖLKONZERNE!
Unsere Aktion wird unterstützt von Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und
dem Bündnis gegen Gewalt. Herr Superintendent Majoress wird eine
Ansprache halten, Rüdiger Drallmeyer wird uns live Antikriegslieder
vortragen, wir werden weiterhin unsere Postkarten an Bundeskanzler
Schröder und US-Präsident Bush verteilen und unsere Broschüre über die
Hintergründe des Irak-Konflikts anbieten. Wir bleiben dabei:
KRIEG IST TERROR!
Die Gewaltstrategie kennt keine Grenzen. Die Liste der "Schurkenstaaten"
ist noch lang, das nächste Ziel wird der Iran sein. Wir wollen jedoch
keine zerstörten Länder voller zerstörter und verarmter, haßerfüllter
und fanatischer Menschen: Wir wollen statt Eroberung und Ausplünderung
eine friedliche, weltoffene Entwicklung, wirtschaftliche Partnerschaft
auf der Basis gegenseitigen Vorteils, friedlichen kulturellen Austausch
und eine angstfreie, demokratische Zukunft ohne Haß und Krieg. Zeigen
wir allen Kriegstreibern: Wir wollen Eure Gewalt und Zerstörung nicht,
bei uns nicht und auch nicht anderswo.
KEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR KRIEGSTREIBER!
Herr Bundeskanzler, seien Sie konsequent: Nicht nur ein "NEIN" im
Sicherheitsrat, sondern auch Verweigerung jedweder Beteiligung am Krieg.
Wir verlangen den Rückzug der Flotte vom Horn von Afrika, der
KSK-Truppen aus Afghanistan, der Spürpanzer aus Kuwait, der fliegenden
AWACS-Feuerleitstellen und die Verweigerung der Überflug- und
Nutzungsrechte bundesdeutschen Territoriums und Luftraums. Fallen Sie
den USA in den Arm.
ZUSAMMEN KÖNNEN WIR ES SCHAFFEN: FRIEDEN AUF ERDEN!
Redebeitrag der Friedensgruppe Lüdenscheid am 15.02.03
Liebe Friedensfreunde, der Krieg gegen den Irak hat bereits begonnen - oder besser gesagt: Er hat nie aufgehört. Seit 1991 bombardieren die USA und GB Woche für Woche den Irak und ermorden dabei irakische Menschen. Unter Mißbrauch der UNO verhindern sie seinen friedlichen Wiederaufbau durch das Embargo, das in den letzten 10 Jahren ca. 1 Million Menschenleben gekostet hat, davon die Hälfte Kinder. Die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright nannte die einen akzeptablen Preis. Diesen widerwärtigen Zynismus und diese eiskalte Menschenverachtung lehnen wir ab, kein politisches Ziel kann dies rechtfertigen. Nun eskalieren sie den Konflikt erneut bis hin zu offenen Kriegsdrohungen und Eroberungsvorbereitungen durch einen ungeheuren Millitäraufmarsch an den Grenzen des Irak.
Welche Ziele werden öffentlich genannt?
1. Die irakische Regierung und ihr Präsident sollen entmachtet werden. Aber wer im Irak regiert, ist allein Sache der Iraker selbst. Es ist kein völkerrechtlich legitimes Ziel, dort eine USA-hörige Marionettenregierung einzusetzen und vor allem kann dies keinen Krieg rechtfertigen, der zehntausende Menschen das Leben kosten wird.
2. Der Irak soll beweisen, dass er keine Massenvernichtungswaffen besitzt. Dies widerspricht allen deutschen und internationalen Rechtsnormen: Nicht der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen, es kann nur umgekehrt sein: Ein Verstoß gegen UN-Auflagen müsste bewiesen werden.
Legitimes Ziel nach UN-Resolution 1441 ist allein das Verbot, ggfs. die Zerstörung von Massenvernichtungswaffen und seine Überprüfung. Deren Ergebnis ist eindeutig. Auch Powell musste zugestehen: Es wurden keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Wenn man noch mehr Gewißheit will, muss die Inspektion eben verlängert werden. Im Übrigen ist die Ablehnung von Massenvernichtungswaffen pure Heuchelei der USA, ein Messen mit zweierlei Maß, denn sie selbst besitzen Unmengen aller Arten chemischer Giftwaffen, Bio-Waffen und Atombomben, und sie haben bewiesen, dass sie die rücksichtslos einsetzen. Dieselben Verbrecher, die in Vietnam über Jahre hinweg 4 Millionen Menschen bestialisch umgebracht und dabei Massenvernichtungswaffen eingesetzt haben wie das Ultragift Agent Orange, das noch heute dafür verantwortlich ist, dass jährlich hunderte verkrüppelte Kinder geboren werden, die wollen uns heute das Märchen von Frieden, Menschlichkeit, Demokratie und Abrüstung erzählen? Das ist lächerlich, das ist grotesk. In Wirklichkeit wollen die USA und ihre Vasallen gar kein weltweites Verbot dieser Waffen, sondern lediglich ein Monopol darauf, sie wollen sie für sich allein haben.
Ihr Kriegsziel ist die Neuordnung der Machtverhältnisse in einer der wichtigsten Regionen der Erde zugunsten ihrer Wirtschaft, besonders ihrer Rüstungs- und Ölkonzerne. Jede eigenständige wirtschaftliche Entwicklung, jede Verfolgung eigener nationaler Interessen, jeder Aufbau eigener militärischer Macht aller anderen Länder soll verhindert werden. Die Globalisierung zeigt hier ungeschminkt ihre brutale Fratze: Alle Staaten haben vor den USA zu kriechen. Die Alternativen sind: freiwillige Unterwerfung und Ausplünderung, oder Erpressung, Embargo, Krieg und Zerstörung.
Diese Strategie endet nicht beim Irak. Schauen wir auf die Landkarte: Nach einer Eroberung des Irak wäre der "Schurkenstaat" Iran vollständig eingekreist: vom Irak, von der Türkei, den früheren südlichen Sowjetrepubliken, von Pakistan, Afghanistan (sehen Sie jetzt den Sinn dieser Eroberung?) und - jenseits des Persischen Golfes - von Kuwait, Saudi-Arabien und den Emiraten, alle fest in der Hand von USA oder der NATO und mit US-Stützpunkten übersät. Machen wir uns klar: Der Iran ist das nächste Ziel und weitere werden folgen: Syrien, Libyen, der Libanon, der Sudan.....
Ziel dieser unmenschlichen Strategie ist heute der Irak. Wir rufen der arabisch-islamischen Welt zu: Es ist nicht die westliche Welt, die Euch angreifen und ausplündern will, sondern nur einige größenwahnsinnige Staatschefs wie Bush, Blair, Aznar oder Berlusconi, die Euch im Auftrag ihrer Rüstungs- und Öl-Konzerne unterwerfen und ausplündern wollen.
Die Völker Europas, egal welcher Nationalität, politischer Ansicht oder Religion wehren sich gegen diese Verbrechen: Mit Millionen anderen Menschen drücken wir heute hier in Lüdenscheid unsere Solidarität mit dem irakischen Volk aus, dass das nächste Opfer werden soll.
Nach der UN-Charta und den Regeln des Völkerrechts ist die UNO verpflichtet, ihr Mitglied Irak vor einer Agression der USA und GB zu schützen. Offenbar wollen jedoch die USA zur Durchsetzung ihrer Weltmachtanmaßung einen rechtsfreien Raum erzwingen, in dem sie und nur sie allein machen können, was sie wollen. Die UNO wird dabei gezwungen, sich als Legitimationsinstanz für den US-Krieg zu prostituieren oder sie wird einfach übergangen, in jedem Fall jedoch zerstört. Wir rufen der UNO zu: Werdet Eurer Aufgabe gerecht. Schützt den Frieden, und schützt den Irak.
Deutschland spielt z.Zt. eine zweideutige Rolle: Einerseits bricht unsere Regierung, wie schon im Falle Jugoslawien und Afghanistan, Völkerrecht und Verfassung, indem sie den USA volle Bewegungsfreiheit für ihre Kriegsvorbereitungen gibt, obwohl Deutschland nach Art. 7 des 2+4-Vertrages vom 12.9.1990 "volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten" hat und kein NATO-Truppenstatut, kein Stationierungs- oder sonstiger Vertrag uns zur Duldung oder Unterstützung rechtswidriger Aktionen der USA auf unserem Territorium verpflichten kann. Das verurteilen wir auf das Schärfste, Herr Schröder und Herr Fischer. Wir meinen: Friedensfähigkeit ist Konfliktfähigkeit mit friedlichen Mitteln. Verweigern sie die Nutzungs- und Überflugrechte, gehen Sie den Konflikt mit den USA ein und wahren Sie so Völkerrecht und Verfassung.
Andererseits ist Deutschland gegen eine Kriegsbeteiligung. Das unterstützen wir. Nun behaupten 8 europäische Regierungschefs und die USA, dass damit Deutschland in Europa und der Welt isoliert sei. Das ist total realitätsfern. Schon die Tatsache, dass eine vielfach höhere Zahl europäischer Staatschefs sich dem Aufruf der 8 nicht angeschlossen hat, entlarvt dies als Zwecklüge. Viel wichtiger noch ist die Tatsache, dass sich die 8 Staatschefs selbst gegenüber ihren eigenen Völkern und den Menschen in allen Staaten der Welt in der absoluten Minderheit befinden. Herr Bush, der Sie doch Demokratie in aller Welt verbreiten wollen: Selbst in den USA ist eine Mehrheit gegen Ihren Alleingang und in Washington und in Großbritannien demonstrieren hundertausende gegen einen Krieg. Herr Powell, Herr Rumsfeld, Herr Blair, wenn es Ihnen mit Demokratie wirklich ernst ist, folgen Sie dem Votum der Menschen in aller Welt, in Europa, in Deutschland und in Lüdenscheid: Wir wollen Ihren Krieg nicht, wir nennen Ihren Krieg ein Verbrechen und Ihre Methoden terroristisch.
Krieg ist Terror!
Kein Blut für Öl!
Solidarität mit dem irakischen Volk!
Und: Friede auf Erden!
andere Friedenstermine im Märkischen Kreis
06.02.03 18 Uhr Halver. Infoveranstaltung über Irak-Krieg. Mehr...
08.02.03 Demo gegen Irak-Krieg in Lüdenscheid von der Antikriegskoalition Lüdenscheid. Mehr...
Antipatriarchal gegen jeden Krieg!
krieg ist frieden! bundesweite koordination
Quelle: Schwarze Katze Rundbrief 21.01.03
 |
Tausende von Jahren hatte die Menschheit
die Chancen den Karren aus dem Dreck zu fahren. Stattdessen
haben wir den Karren konsequent in den tiefsten Dreck
gesteuert. Wer, bitteschön, soll den denn da wieder rausholen?
Der Planet ist mit einer immensen Zerstörung überzogen,
die kaum noch wirklich zu beschreiben ist. Dürre, Hunger,
hausgemachte Naturkatastrophen, Krieg um Ressourcen in Afrika,
Krieg in Afghanistan, Festung Europa und Nussschalen mit
Menschen, die ersaufen anstatt von unserem Kuchen knabbern zu
können. In Russland verhungern still und leise alte Menschen
in ihren Wohnungen, der Irakkrieg ist in Vorbereitung, an den
Polarkappen brechen riesige Eisberge ab, in Argentinien
treiben der Hunger und wirtschaftliche Not die Menschen mit
Kochtöpfen zum Widerstand auf die Straße. Und die US-Regierung
raubt den Hopis das letzte Land, das noch in Besitz der
UreinwohnerInnen Nordamerikas ist. |
Massen von
Menschen, die einfach so tagtäglich an den Folgen globaler,
patriarchaler Herrschaft sterben - Hunger, Vergewaltigung,
Mord, Elend, Verzweiflung...was ein Leben....Und - als würde
das nicht reichen, jetzt der globale Krieg, der das bisherige
Monströse auch noch in den Schatten stellen will.
Sparen wir uns heute einfach mal oberschlaue,
theoretische linke Phrasen. Wir können sie doch selber nicht
mehr hören... Unterm Strich sind wir alle kollektiv für
diese Zustände verantwortlich. Und die Linke hat die Fehler
oft nur bei den anderen ausgemacht. Ihre Verstrickung in
Herrschaftsverhältnisse hat sie weitgehend ignoriert. Und
sie hat diese Dominanzkultur des weißen Mannes mit seinem
zivilisatorischen, kolonialen Paternalismus mitgetragen und
modernisiert. Anstatt einer konsequenten
antipatriarchal-gelebten Haltung, hat sie all zu oft die
Militarisierung und Ritualisierung von Gewalt befürwortet. Und
diese immerwährende Aufspaltung von privat und politisch,
Entsinnlichung und Entseelung von Widerstand und Machtkonzepte
durchsetzen...Wer braucht so etwas? Reden wir also lieber von
dem was auf uns direkt zukommt und davon was zu tun sein
könnte. Ganz langsam, schleichend rutschen wir in diese große
Erschütterung des gesamten Planeten hinein... Noch
funktioniert die Manipulation über die Medien und unser
Selbstbetrug, das schon nix anbrennen wird. Natürlich wird es
anbrennen, weil es schon brennt. Der Ausnahmezustand ist
jetzt. Die tollen Angebote, die uns das Kaufhaus "Erde"
bereithält, wenn wir mit diesem Euroblech spielen oder mit
Masterplastik zahlen, verschleiern den Ausnahmezustand...Alle
spielen mit...Wer kein Geld hat, will es haben...
Besser wir wachen heute auf als morgen resigniert und
leer vor der Glotze dahinzudämmern...Es hat ja eh keinen
Zweck, die Augen vor den Ereignissen zu verschließen -
individuell wie kollektiv werden wir uns sowieso den
Konsequenzen stellen müssen... Und auf den kommenden Wahnsinn
werden die Menschen entsprechend reagieren - Einige werden
bis zum Kollaps in den Hamsterrädern mit sich selbst um die
Wette laufen. Andere werden noch absurdere Tänze um den
Goldenen Euro veranstalten. Viele werden sich
individualisieren was das Zeug hält, vereinzeln, zurückziehen,
verschwinden, in der irrigen Hoffnung die Ereignisse können
sie übersehen. Andere werden sich im Denken weiter
militarisieren, in das Kriegsgeheul mit einzustimmen und zum
Beispiel für israelische Panzer oder palästinensische
Selbstmordattentate Verständnis aufbringen.
Und dann
sind da immer auch diejenigen, welche die sogenannte
Zivilisation hochleben lassen und die neuen koloniale Feldzüge
der Familie Bush, Schröder und dieses Europride-Ministers
Fischer beklatschen.
Und als reiche auch das nicht,
gibt es noch jene schrecklichen Menschen, und wir dürfen sie
wohl Männer nennen, welche die Militarisierung im Alltag
aufgreifen und Unangepaßte und Abweichungen heftig bedrohen
werden. Die putzen sozusagen die Ecken aus. Die Reste unserer
eh schon dünnen emanzipatorischer Strukturen haben also
starken Gegenwind. Und wehe da leisten noch welche Widerstand
- dann kommt die Terrorismuskeule.
Trotzdem...
Woanders haben die Menschen oft keine Wahl mehr zum
Widerstand. Wir aber leben in einem der Zentren der Macht.
Hier wird direkt oder indirekt über den Hunger abgestimmt,
über Zerstörung und Krieg. Hier sitzen Mitverantwortliche
für die weltweiten Zustände... Hier sitzen die
Rüstungskonzerne und scheffeln Geld... Von hier aus werden
Waffen exportiert... Und hier steigen Soldaten in
Tornadobomber...
Greifen wir sie auch hier an!
Pöbeln wir Soldaten auf der Strasse an als das was sie
sind: Mörder und neuerdings Mörderinnen. Ziehen wir ihnen
diese Uniformen aus. Drängen wir die Militarisierung im
Alltag offensiv zurück. Sorgen wir dafür, dass
Abschiebungen verhindert werden und Flüchtlinge in die Festung
Europa strömen können. Und graben wir Mackern, wo wir
können, das Wasser ab. Entweder direkt oder subversiv, je
nach Möglichkeiten und Fähigkeiten. Und begreifen wir die
Sozialkürzungen von Rot/Rot in Berlin und von Rot/Grün in der
Regierung und von schill(ernd) braun/schwarz in Hamburg als
das was sie sind: als Kriegsanleihen...Und als eine
Kriegserklärung an alle sozial Benachteiligten, die eh schon
jeden Cent umdrehen.
Treten wir den Verantwortlichen
und denen, die sich auf unsere Kosten bereichern, doch endlich
mal die Haustür ein... Sollen sie doch mit dem Schützenpanzer
zu ihrer Arbeit gebracht werden... Um zu einem solchen
Widerstand zu kommen, braucht es Mut, Wut und starke
Bündnisse. Dazu aber müssen wir erst einmal unsere Augen
öffnen und endlich über unsere Tellerränder hinausschauen und
die Sorgen der jeweils Anderen sehen. Unsere Existenzkämpfe
sind sozial, mental und materiell sehr unterschiedlich. Oft
sprechen wir nicht mal mehr die gleiche Sprache. Aber wir
können unsere individuellen Sorgen in Zusammenhänge denken und
fühlen. Darüber braucht es aber einen Austausch. Und den
müssen wir erst wieder lernen. Machen wir das private, das
persönliche wieder zum politischen Thema. In selbstbezogenen
Gruppen und Nischen verändern wir nix, außer unsere
Resignation zu füttern.
Wir brauchen aber Bündnisse,
die kreuz und quer verlaufen und auch unsere eigenen
Gewohnheiten durchbrechen, um wieder zu einem lebendigen
Widerstand zu finden. Und um unter diesen Bedingungen sozial,
widerständig und in Würde solidarisch miteinander zu bestehen,
brauchen wir kollektive Netze...: Weg von der Vereinzelung und
Individualisierung...hin zu Netzen, in denen Differenzen und
Unterschiede lebbar gemacht werden, in denen wir zu dem
Respekt zueinander zurückfinden und Menschlichkeit zum Maßstab
unseres Handelns wird. Was wir nicht brauchen, ist die
Aufwärmung ideologischer, identitärer, konformistischer
Zwangsstrukturen, die wir oft als Kollektive verstanden.
Diese Kriegstreiberei setzt Hass, Zerstörung und
Entmenschlichung. Und diese Zeiten machen Angst. Setzen wir
dieser Angst die Solidarität entgegen. Quer zu allen Fronten,
allen Grenzen, allen Hautfarben und Geschlechtern, quer zu
allen Ideologien und Polaritäten. Übernehmen wir die
Verantwortung für uns. Gegen die Geldlogik, die Konkurrenz,
Missgunst und Machtstrukturen. Sorgen wir füreinander.
Entgiften wir unsere sozialen Beziehungen von dem Gift der
Herrschaft das unseren Alltag so tief durchdrungen hat.
Pfeifen wir auf die materialistischen Denkweisen, in dem wir
diesen andere Denkweisen entgegensetzten. Denken wir uns
wieder in kollektiven Zusammenhängen und leben wir danach.
Beginnen wir, uns auszutauschen. Bringen wir uns auf den Weg.
Für einen radikalen Widerstand Gegen jeden Krieg -
gegen jede Herrschaft Umarmen wir das Leben...
Kein Blut für Öl!
Schwarze Katze gegen Irak-Krieg
Kein Blut für Öl!
Schwarze Katze, 26.10.02, Aktionstag gegen den Irak-Krieg
Die Regierung der USA sucht nach Vorwänden um den Irak zu überfallen. Dabei werden Menschenrechtsverletzungen und Terrorismusvorwürfe vorgeschoben. In Wirklichkeit wollen die US-Imperialisten das Öl des Irak stehlen. Kein Blut für Öl! Andere Länder zu überfallen, um an Rohstoffe für das US-Kapital zu kommen, das ist lange US-Tradition.
Aus durchsichtigen populistischen Gründen schloss Bundeskanzler Schröder vor den Bundestagswahlen eine deutsche Kriegsbeteiligung aus und zog sich dadurch den Zorn des Cowboys Bush zu. Die Terrohysterie dient in der BRD in erster Linie dazu Grund- und Freiheitsrechte abzubauen.
Wir hegen keinerlei Sympathie mit der Regierung des Irak. Eine Diktatur, die sich den Mantel des "Sozialismus" umhängt und Angriffe auf Juden durchführte, ist nicht unser Ding. Das sehen Nationalbolschewisten anders: Der "Kampfbund Deutscher Sozialisten" (KDS) , eine Mischung aus Nazis und Bolschewisten, bejubelt den irakischen Diktator Saddam Hussein. Axel Reitz vom KDS findet Saddam Hussein "groß und bewundernswert, weil er es geschafft hat, wie unser Führer Adolf Hitler, sein Volk hinter sich zu bringen, und sein Volk steht hinter ihm" und weil er "den Irak zu einer der orientalischen Art und Mentalität entsprechenden orientalischen Variante des nationalsozialistischen Volksstaates gemacht hat". |
Für das KDS-Vorstandsmitglied Thomas Brehl ist der Irak "für uns von besonderer Bedeutung, weil mit Saddam Hussein an der Spitze des Irak ein Mensch steht, der uns schon in einigem an unseren Führer Adolf Hitler erinnert, der dieser gewaltigen Übermacht Amerika trotzt, der nicht bereit ist, in die Knie zu gehen." Die Schwarze Katze distanziert sich ausdrücklich von allen nationalistischen, nationalbolschewistischen und sonstigen autoritären Ideologien.

Dem KDS geht es in alter antisemitischer Manier darum, einen neuen Bündnispartner im Kampf gegen die Juden zu finden. Das wird auch vom irakischen Regime positiv aufgenommen. Mitte Juli hatten die Nationalbolschewisten vom KDS einen herzlichen Empfang in der irakischen Botschaft. In einem Dankesschreiben vom 03.06.02, ausgefertigt vom Chef des irakischen Präsidiums Office, Ahmad H. Khudair, lässt der Diktator Saddam Hussein der neonazistischen Organisation Wünsche für "beste Gesundheit und Erfolg" übermitteln.
Sprecht euch gegen Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus egal in welchem Gewand aus!
Wir streben eine freie Welt ohne Ausbeutung, Herrschaft, Militarismus und Unterdrückung an. Dabei freuen wir uns auch über neue Gesichter. |
Schwarze Katze bei Friedensaktivitäten unterstützen
|
Die Schwarze Katze beteiligt sich neben anderen Aktivitäten an der Bewegung gegen die wachsende Kriegsgefahr. Demonstrationen, Mahnwachen, Infomaterial, Banner, kopieren, Recherche und auch diese Internetseite kostet alles Geld. Deswegen würden wir uns über Fördermitglieder freuen, die einen monatlichen Dauerauftrag auf unser Spendenkonto einrichten. Es gibt auch andere Möglichkeiten der Hilfe.
|
Förderer erhalten regelmässig den Schwarze Katze Rundbrief, wo wir über unsere Aktivitäten berichten. Neue Aktivisten sind ebenfalls willkommen.
Linktipp:
Schwarze Katze Sonderseite Antimilitarismus
Gegen den Krieg im Irak und überall
Allgemeines Syndikat Koblenz
das folgende Flugi der FAU Koblenz wurde von der Schwarzen Katze am 15.02.03 in Iserlohn und Menden verteilt
Bei der irakischen Regierung Hussein handelt es sich um eine menschenverachtende
Diktatur. Die Menschen im Irak werden seit mehr als 30 Jahren von
der herrschenden Baath-Partei in allen Lebensbereichen umfassend
unterdrückt. 1998 wurde für Deserteure, die mittlerweile fast 40
% der Wehrpflichtigen ausmachen, die Todesstrafe eingeführt. Willkürliche
Verhaftungen, "Verschwinden lassen", systematische Folter
und massenhafte Hinrichtungen sind alltägliche Repressionen.
Z. B. wurden im ersten Golfkrieg - 1980-1988 (als Hussein noch von
den Westmächten gegen die islamische Revolution im Iran unterstützt
wurde) - tausende Zivilisten in Irakisch-Kurdistan umgebracht. So
hat Saddam Hussein im Bürgerkrieg 1988 durch einen Angriff mit deutschem
Giftgas mehr als 5000 BewohnerInnen der kurdischen Stadt Hallabcha
ermorden lassen. Im zweiten Golfkrieg - 1991 - wurden zahllose Aufständische
ebenfalls verschleppt und sind seitdem verschwunden. Mit Duldung
der USA konnten irakische Kampfhubschrauber im selben Jahr die Sicherheitszone
im Norden und Süden überfliegen, um schiitische und kurdische Rebellen,
denen amerikanische Hilfe versprochen worden war, anzugreifen und
zu töten. Den Republikanischen Garden, die sich gegen Hussein gewendet
hatten, verweigerte der Oberkommandierende der alliierten Truppen,
General Norman Schwarzkopf, sogar den Zugang zu ihren Waffenlagern
und stabilisierte dadurch die Herrschaft Husseins.
Als Folge des zweiten Golfkrieges, des sich anschließenden Embargos
und der fast täglich andauernden US-amerikanischen und britischen
Luftangriffe wurden im Irak mehr als eine Million Menschen, darunter
über 500.000 Kinder, getötet.
Neben den USA wird Israel als Hauptfeind angesehen, weshalb das
irakische Regime während des Krieges ungelenkte Scud-Raketen auf
israelische Großstädte abfeuerte. Um sich gegen erneute Angriffe
durch den Irak wehren zu können, hatte die israelische Regierung
kürzlich die Bundesrepublik Deutschland um die Lieferung von Patriot-Luftabwehr-Raketen
gebeten. Die Angelegenheit wurde in Deutschland in der Öffentlichkeit
kontrovers diskutiert. Zwar wurde bis Ende der 1980er Jahre der
Irak von seinem wichtigsten Handelspartner BRD militärtechnisch
und industriell gewinnbringend unterstützt (rd. 650 Mio. Euro),
dessen Geheimdienst "Mukhabarat" wurde sogar von deutschen
Spezialisten ausgebildet.
Wenn dann in der Diskussion um die angefragten Waffenlieferungen
für Israel über dessen menschenrechtsverletzende Politik gestritten
wird, so belegt dies die doppelbödige Moral deutscher Außenpolitik.
Bei der Argumentation in der europäischen Öffentlichkeit bestehen
oft übereinstimmende Positionen von Parteien und Teilen der Friedensbewegung,
die von einer reinen Ablehnung der Bush-Regierung, über einen aggressiven
Anti-Amerikanismus, bis hin zum offenen Antisemitismus reichen.
Der politische Konflikt zwischen den USA und Europa verschärft sich,
seitdem die EU parallel zur NATO ebenfalls eine Interventionstruppe
mit rd. 60.000 SoldatInnen plant.
Weder für Deutschland noch für andere europäische Regierungen ist
die zu erwartende hohe Zahl ziviler Opfer der eigentliche Grund
für ihre Haltung gegen den Irak-Krieg, sondern die Angst und Sorge
vor einem Verlust ihrer Handelsbeziehungen zu einem möglicherweise
US-dominierten Nachfolgeregime.
Die amerikanische Wirtschaft, die durch die weltweite Rezession
und den Konkurrenzkampf der kapitalistischen Länder um Absatzmärkte
und Ressourcen geschwächt ist, wird auch in den nächsten Jahrzehnten
vom Rohstoff Erdöl abhängig sein. Den OPEC-Förderländern kommt dabei
eine besondere Rolle zu, da sie durch einen Verkaufsstopp die USA
von dieser Versorgung abschneiden können. Bereits eine Reduzierung
der in die US-Wirtschaft investierten Ölgewinne aus Saudi-Arabien
nach dem 11. September 2001 von 850 auf 600 Mrd. US-$ fügte ihr
einen schweren Schlag zu. Umso verheerender wäre die angedachte
Umstellung der OPEC-Länder Saudi-Arabien, Iran, Irak und Venezuela
auf die Leitwährung Euro und Reinvestition der Gewinne in Europa.
Im Irak werden rd. 12 % des Weltölvorkommens vermutet, im gesamten
persischen Golf sogar 2/3. Daher steht der Mittlere Osten im Zentrum
der Auseinandersetzungen um die Ressourcen der kapitalistischen
Weltwirtschaft. Ebenso ist Zentralasien ein Feld der Auseinandersetzung
um den Zugang zu Märkten und Erdgas bzw. Öl, wie schon der Afghanistan-Krieg
verdeutlichte. Auch Russland fürchtet um seinen Einflussbereich
und führt daher einen grausamen Krieg gegen Tschetschenien.
In Ost- und Südosteuropa wird durch die Erweiterung der EU und der
NATO-"Partnerschaft für den Frieden" die Durchsetzung
des Kapitalismus militärisch und polizeilich abgesichert. Während
Waffen und Geld die Grenzen problemlos überschreiten können, sollen
Armuts- und Kriegsflüchtlinge draußen bleiben (Z.B. wurden noch
im Jahr 2001 65% der Flüchtlinge aus dem Irak in der BRD anerkannt,
momentan wird hierzulande allerdings nur noch 16 % aller irakischen
Flüchtlinge Schutz vor dem Regime Hussein gewährt).
Im Inneren wird der "Krieg gegen den Terror" gegen die
Menschen geführt, die ihre Grund- und Arbeitsrechte verteidigen.
Die zunehmend verschärften Ausbeutungsverhältnisse sollen mit Repressionen
durch Staat und Wirtschaft abgesichert werden (siehe "Hartz-Konzept"
und "Rürup-Kommission").
Der Kapitalismus enthüllt die grundlegende Tatsache, dass die Staaten
und ihre Militärmächte die Interessen der KapitalistInnen gegen
die Lohnarbeitsabhängigen verteidigen. Die Internationale ArbeiterInnen-Assoziation
(IAA) steht in der antimilitaristischen Tradition der Ersten Internationale
und vertritt den Boykott der Waffenindustrie ebenso, wie den Generalstreik
gegen alle Kriege. Wir sehen deutlich die Verbindungen und Einflüsse
zwischen wirtschaftlichen, technologischen, politischen und militärischen
Interessen. Die freien Vereinigungen der IAA kämpfen daher auf den
Gebieten Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, sowie in
dem Bereich des Antimilitarismus, für eine Ablösung des Kapitalismus
und der Staaten durch die unabhängigen Zusammenschlüsse der lohnabhängigen
Menschen weltweit.
Generalstreik gegen alle Kriege!
Ein menschenwürdiges Leben für Alle!
Allgemeines Syndikat,
FAU-IAA Koblenz/Neuwied/Westerwald
Internet: http://anarchosyndikalismus.org/koblenz/
Internationale ArbeiterInnen-Assoziation:
http://www.iwa-ait.org
Links anderer antimilitaristischer Organisationen:
Graswurzelrevolution http://www.graswurzel.net
Informationsstelle Militarisierung
http://www.imi-online.de
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Links zum Thema Krieg und Frieden
(Die Schwarze Katze ist nicht für den Inhalt externer Webseiten verantwortlich)
Schwarze Katze Sonderseite Antimilitarismus
Krieg dem deutschen Frieden! La Banda Vaga
Mit SPD und Grünen von einem Krieg zum Nächsten
Reaktionen der Anarchisten auf den 11. September 01
www.15februar.de Demo in Berlin am 15.02.03
www.tagx.tk 15.02.03 international
www.tag-x.de 15.02.03 - Tag X
www.friedenskooperative.de/ Termine der Friedensbewegung bundesweit
www.no-nato.de Gegen die NATO-Sicherheitskonferenz
http://nato.wikoop.de Widerstandskooperative gegen NATO-Sicherheitskonferenz
www.graswurzel.net gewaltfreie Anarchisten
Bilder von Antikriegsdemos weltweit indymedia
Mord im Auftrag des US-Präsidenten Heise
Gruppen, die im Märkischen Kreis was zum 15.02.03 machen:
http://projekte.free.de/schwarze-katze/ Schwarze Katze
www.friedensfestival.de Friedensplenum Iserlohn
www.friedensgruppe-luedenscheid.de Friedensgruppe Lüdenscheid
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