Infoveranstaltungen zur Repression in Atenco/Mexiko:
5.11.2008 ROSTOCK - 20 Uhr
6.11.2008 BERLIN - 20 Uhr - Stadtteilladen "Zielona Góra", Friedrichshain
7.11.2008 MARBURG - 20 Uhr - Baari-Bar im G-Werk
8.11.2008 FREIBURG - 19 Uhr - KTS
10.11.2008 FRANKFURT/MAIN - 20 Uhr - Exzess
11.11.2008 MÜNSTER - 19 Uhr - Don Quijote
12.11.2008 OLDENBURG - 20 Uhr - Alhambra (Hermannstr. 83)
13.11.2008 HAMBURG - 20 Uhr - Schwarze Katze (Fettstr. 23)
HINTERGRUND
VERANSTALTUNGEN ZUM WIDERSTAND IN ATENCO/MEXIKO
Als die Bauern von San Atenco von ihrem Land vertrieben werden sollen, um einen internationalen Flughafen zu weichen an dem die Fraport beteiligt war, holten sie die Kanonen wieder hervor, mit denen ihre Urgroßeltern unter General Zapata dieses Land erkämpft hatten. Sie jagten die Polzei und den korrupten Bürgermeister aus der Stadt, und widerstanden so lange, bis die mexikanische Regierung ihre Pläne begraben musste.
Fünf Jahre später nimmt der mexikanische Staat blutig Rache: Nachdem der Versuch,einen traditionellen Blumenmarkt zu stürmen eskaliert, stürmen 3000 Polizisten die Kleinstadt, verwüsten Häuser, misshandeln Menschen, ein Jugendlicher wird getötet. Hunderte Menschen werden verhaftet und die Frauen dabei sexueller Gewalt ausgesetzt. Heute sind noch 14 dieser Menschen in Haft, 11 wurden dieses Jahr zu Gefängnisstrafen zwischen 31 und 112 Jahren verurteilt. Von den beteiligten Polizisten wurde bis heute nicht einer gerichtlich belangt.
Norma Jimenez ist Ex-Gefangene aus Atenco und führt derzeit Klage gegen den mexikanischen Staat wegen der sexuellen Folter an weiblichen Gefangenen. Sie ist unterwegs in Deutschland und macht diese Veranstaltungen. Begleitet wird sie von Tsitsi, einer Aktivistin aus der Unterstützungsgruppe, die seit 2 Jahren ein Protestcamp vor dem Gefängnis aufrechterhält.