Oberhausen, 16.05. // Vortrag und Party: Happy Birthday Israel!
Vortrag von Alex Feuerherdt: Mythos »Nakba«: Die Entstehung Israels – Legenden und Wirklichkeit
Der Vortrag wird sich den Legenden im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Israel widmen und prüfen, weshalb sie bis heute gepflegt werden, warum sie so überaus populär sind, wie sich demgegenüber die Wirklichkeit darstellt. Und warum fordert eigentlich niemand ein Rückkehrrecht für die Hunderttausenden Juden, die 1948/49 aus den arabischen Staaten, in denen sie lebten, fliehen mussten? Feuerherdt schreibt u.a. für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und die Jungle World.
Am 22 Uhr werden mediterrane Cocktails, feierliche Visuals und Waffeln für Israel gereicht. Dazu gibts Musik von…
RAUMHELD (Ruhr Bohème)
THE ELECTRIC TASTE (Klangwerk)
MULTIMENSCH (Freitagswelt)
MORPHIOUS B. (Midnight Express)
FRAU KELUDOWIG (Skribble)
16. Mai | Druckluft Oberhausen
Beginn 20 Uhr | Eintritt 5 Euro
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Düsseldorf, 22.05. // Ökonomiekritik und Utopie (bei Theodor W. Adorno), Vortrag von Dirk Braunstein
Als Philosoph, Soziologe, Musikwissenschaftler, Kunsttheoretiker und ungerechtfertigterweise vor allem als Kulturkritiker ist Adorno als ein Klassiker des europäischen Geisteslebens nach dem Tode fest etabliert, und dies nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch im Kulturbetrieb selbst. Daß er ein radikaler Kritiker der Produktionsverhältnisse war, kommt allerdings in den allermeisten Referenzen nur als Randnotiz pflichtschuldig zur Sprache; daß er sich mit ökonomischen Belangen aufgehalten habe, wird selbst von wohlmeinenden Kommentatoren entweder bestritten oder im Vergleich zu seinen Leistungen auf anderen Gebieten bagatellisiert. So sagt Jürgen Habermas: »Mit politischer Ökonomie hat sich Adorno nie befaßt.« Durchaus typische Einschätzungen wie diese legen den Verdacht nahe, daß die Adorno-Forschung sich ihrerseits zwar mit allem möglichen befaßt, aber ausgerechnet das Zentrum der Kritischen Theorie Adorno verlegen ignoriert habe.
Auf der Grundlage seines Buches »Adornos Kritik der politischen Ökonomie« (Transcript-Verlag) wird Dirk Braunstein die bis heute verbreitete Einschätzung widerlegen, daß der Rekurs auf Marx und zumal auf dessen Kritik der politischen Ökonomie in Adornos Werk ein Relikt aus bald überwundenen Stadien seiner Theorieentwicklung darstelle, eines, das er nach der Rückkehr aus dem amerikanischen Exil nur mehr wie eine kostbare Antiquität mit sich geschleppt habe; ebenso die gängige Vermutung, daß Adorno sich mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie ohnedies nie sehr intensiv beschäftigt habe.
Beginn: 19. 30 Uhr
Ort: ZAKK, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf
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